​Tobias Werner ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Nach seiner Leihe vom​ VfB Stuttgart zum ​1. FC Nürnberg, spielte der Mittelfeldspieler mit den Franken eine starke Zweitligasaison und freute sich nach dem Wiederaufstieg wieder auf die Bundesliga. Zuletzt musste er jedoch erfahren, dass bei beiden Traditionsvereinen kein Platz mehr für ihn ist.


Die Zeit bei den Schwaben gestaltete sich eh von Beginn an als äußerst kompliziert. Bereits früh nach seinem Wechsel im Sommer 2016 fiel der mittlerweile 32-Jährige mit Adduktorenbeschwerden und muskulären Problemen lange Aus und konnte sich so nie richtig etablieren. Die Leihe nach Nürnberg ein Jahr später war daher für alle Beteiligten der richtige Schritt.

Dass der Deutsche nun auch beim 'Club' keine Zukunft haben wird, traf Werner ziemlich hart. Schließlich trug er mit 26 Einsätzen seinen Teil zum Wiederaufstieg bei. Gegenüber der BILD erklärte er nun, wie er seine Ausbootung empfindet. "Ich wäre gerne beim Club geblieben. Zunächst wurde mir auch signalisiert, dass ich gute Chancen hätte. Dann hat man sich leider anders entschieden. Es hat mich schon überrascht und auch enttäuscht. Aber es gibt kein Nachtreten. Ich hatte ein tolles Jahr dort, für das ich dankbar bin", zeigte Werner auch in der Niederlage Größe.


Anfang Juni kassierte der Flügelflitzer dann auch noch die endgültige Absage vom VfB, die ihn wohl an sich kaum überraschen konnte. Vielmehr war der Zeitpunkt alles andere als optimal, da er sich gerade mit ein paar Kumpels, darunter auch der Wolfsburger Paul Verhaegh, auf einen Ausflug in die USA vorbereitete. "Kurz vor unserem Abflug nach Las Vegas wurde mir mitgeteilt, dass ich auch in Stuttgart keinen Platz bei den Profis kriegen würde. Das musste ich erstmal sacken lassen", so der Linskfuß.


Dem VfB wird Werner womöglich dennoch vorerst erhalten bleiben. Zwar ist er keine Option für den Profikader von Trainer​ Tayfun Korkut. Dafür startete er mit der zweiten Mannschaft bereits in die Vorbereitungen für die Saison in der Regionalliga Südwest. Diese Situation bezeichnet er zwar als "weder für mich noch den VfB optimal", dennoch würde er die Rolle zur Not aufgrund seines noch ein Jahr laufenden Vertrages annehmen. Auch wenn er sich einen Wechsel zu einem anderen Bundesligisten durchaus zutrauen würde. Konkrete Angebote gibt es aber noch nicht.