​Den WM-Auftakt hatte sich die polnische Nationalmannschaft gänzlich anders vorgestellt. Mit 1:2 verloren die Polen die erste Partie gegen Senegal. Vor allem die rechte Abwehrseite hatten die Senegalesen schnell als Schwachpunkt ausgemacht. Lukasz Piszczek war nur ein Schatten seiner selbst. Ex-Schalke Profi Tomasz Hajto erwartet nun eine klare Leistungssteigerung vom Mann von Borussia Dortmund.


"Lukasz kam überhaupt nicht ins Spiel", betonte der ehemalige Bundesligaspieler in einem Interview mit der Reviersport. "Ich habe das Gefühl gehabt, dass ihm jeder Lauf weh getan hat. Nach 50 Minuten wurde bei ihm auch der Stecker gezogen und der Mann war ohne Akku. Später wurde er erlöst und ausgewechselt. Er war völlig ausgepumpt. Aber Lukasz ist eine erfahrener Profi. Er wird die Wunden jetzt lecken und schon wissen, was er tun muss, damit sein Akku gegen Kolumbien wieder bei hundert Prozent ist."



Dortmunds Dauerbrenner hat eine lange Saison beim BVB hinter sich und wirkte platt. Andere Spieler in Polens Startformation wiederum spielen bei ihren Klubs überhaupt keine Rolle, was ebenfalls nicht sonderlich hilfreich war: "Wir haben mit Wojciech Szczesny, Grzegorz Krychowiak, Jakub Blaszczykowski, Arkadiusz Milik und in der zweiten Halbzeit Jan Bednarek fünf Spieler in der Mannschaft gehabt, die bei ihren Vereinen zuletzt gar nicht, sehr wenig oder aus einer schweren, monatelangen Verletzung kommen. Du kannst nicht solange pausieren und dann bei der WM deine beste Leistung bringen", fuhr Hajto fort. "Wenn du keine Kraft besitzt, dann kannst du auch die taktischen Vorgaben nicht umsetzen. Wir waren physisch schwach, nach 50. Minuten mausetot."


Tomasz Hajto, der insgesamt 201 Bundesligaspiele für Schalke 04, den MSV Duisburg und den 1. FC Nürnberg absolvierte, glaubt nun an einen Sieg gegen Kolumbien und zieht aus der Niederlage positive Schlüsse: "Manchmal kann so eine kalte Dusche wahre Wunder bewirken."