Hannover 96 will an der aktuellen Transferpolitik festhalten und baut dabei auf die Künste von Trainer André Breitenreiter. HSV-Angreifer Bobby Wood soll kommen und im 96-Trikot zur alter Stärke finden. Borussia Mönchengladbach scheint dagegen nicht an den Diensten des US-Nationalspierlers interessiert zu sein. Die Fohlen buhlen weiterhin um Niklas Füllkrug.


Martin Kind geht gewohnt offensiv mit den Transferzielen seines Klubs um. "Wood ist ein Thema. Er ist aus dem Urlaub zurück und jetzt werden die Gespräche intensiviert“, erklärte der Präsident von ​Hannover 96 gegenüber Sportbuzzer. Gemeint ist US-Angreifer Bobby Wood, der mit dem HSV abgestiegen ist, trotz Vertrag bis 2021 aber partout nicht zurück in die zweite Liga möchte.

Für eine festgeschriebene Ablöse von acht Millionen Euro kann der 25-jährige Hawaiianer aus seinem laufenden Kontrakt herausgekauft werden. Vier Millionen Euro bezahlte der "große HSV" 2016 an Zweitligist Union Berlin. Viel Geld für einen Mittelstürmer, der in der abgelaufenen Spielzeit auf ganzer Linie enttäuschte und magere zwei Bundesliga-Treffer erzielen konnte. Im Jahr zuvor waren es fünf Tore - Wood überzeugte da aber noch vor allem als unermüdlicher Arbeiter und Ballbehaupter. 


Qualitäten, die er beim "kleinen HSV" in Hannover wieder zeigen soll. Kind hofft, dass sie Trainer André Breitenreiter wieder zum Vorschein bringen kann. Der 44-Jährige hat bewiesen, dass er Spieler besser machen kann. "Seine Beurteilung ist wichtig“, sagt Kind deshalb. "Das ist zwingende Voraussetzung bei solchen Verpflichtungen. Er kann die verschüttete Stärke aus Spielern wieder he­rauskitzeln. Das traue ich ihm auch bei Wood zu“, so der 74-Jährige weiter.


Gladbach wohl nicht an Wood interessiert


Vor einer Woche gab sich 96-Manager Horst Heldt allerdings zurückhaltend, was einen möglichen Transfer des 39-fachen US-Nationalspielers betrifft. ​"Es ist nach wie vor offen“, kommentierte er. Immerhin scheint Hannover im Werben um Wood einen Liga-Konkurrenten weniger zu haben. Wie RP-Online berichtet, ist am kolportierten Interesse von ​Borussia Mönchengladbach nichts dran. Die Fohlen würden weiterhin an einem Transfer von Niclas Füllkrug arbeiten, heißt es.

Der ist Hannovers Topstürmer und soll nach dem Befinden von Klubboss Kind unbedingt gehalten werden. Der 25-Jährige selbst will aber offenbar unbedingt an den Niederrhein wechseln. Rund 15 Millionen Euro könnte der 14-Tore-Stürmer kosten. ​Wood war als Plan B gehandelt worden, falls der Transfer von Füllkrug nicht zustande kommt. Als Alternative hätten die Gladbacher dagegen vielmehr den Franzosen Alassane Pléa von OGC Nizza ausgemacht. Beim 25-Jährigen gibt es aber wohl große internationale Konkurrenz. Selbst der BVB mit Ex-Trainer Lucien Favre könnte den Gladbachern bei Pléa dazwischenfunken.


Am Ende könnte es aber auch eine ganz einfache Lösung geben: Füllkrug bekommt seinen Wunsch erfüllt, wechselt für rund 15 Millionen Euro nach Gladbach und Hannover investiert gut die Hälfte der Ablöse in Wood. Mit Trainer Breitenreiter hat 96 schließlich einen Spieler-Entwickler, dem Kind vertraut.