​Vor dem WM-Turnier in Russland kannten wohl nur Fußball-Experten und Kenner der Eredivisie den Namen von Hirving Lozano. Nach dem Turnier und bereits nach seiner überzeugenden Leistung gegen die deutsche Nationalmannschaft hat sich der Kreis der Interessenten für den Mexikaner bereits deutlich erhöht. Mit seinem Tor gegen das Team von Joachim Löw sorgte er für den Schocker und ließ die Defensiv-Schwäche des amtierenden Weltmeisters deutlich werden. Nun scheinen der FC Barcelona und Juventus Turin am Offensivspieler interessiert zu sein.


Nicht nur das Tor war es, das Hirving Lozano über Nacht zu einem begehrten Mann auf dem Transfermarkt gemacht haben dürfte. Es war seine engagierte Leistung generell, die seinen Marktwert steigen ließ. Speziell beim 1:0 der Mexikaner düpierte der 22-Jährige die deutsche Defensive. Der Flügelspieler aus Mexiko-Stadt wird im übrigen von Mino Raiola beraten. Wieder einmal bewies Raiola offenbar ein gutes Näschen, was die Auswahl seines Klienten anbelangt.


Der quirlige Offensivspieler, der bei PSV Eindhoven noch bis zum 30.06.2023 unter Vertrag steht, konnte dabei sein Potenzial in der vergangenen Spielzeit bereits andeuten. Im Zuge der Qualifikation zur Europa League kam er im Dress von PSV zu zwei Einsätzen. Drei Einsätze und zwei Tore, das seine Bilanz im Pokalwettbewerb in den Niederlanden. Und auch in der Eredivisie ließ er Tore für sich sprechen: 17 an der Zahl nach 29 Einsätzen, zudem noch 11 Torvorlagen. 

Germany v Mexico: Group F - 2018 FIFA World Cup Russia

War Joshua Kimmich einen Schritt voraus: nun ist die 'alte Dame' auf Lozano aufmerksam geworden.


Wie die mexikanische News-Plattform Record berichtet, ist Juventus Turin nun auf den WM-Shooting-Star aufmerksam geworden. PSV soll sich bei einer Ablösesumme von 35 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Verhandlungen sollen allerdings erst nach dem Turnier stattfinden. Solange könnte Lozano seinen Marktwert weiter steigern. 


Pavel Nedved wurde von Juventus Turin auserkoren, um sich eigenhändig um die Verpflichtung des Offensiv-Talentes, das von seinem Schwiegervater beraten wird, zu kümmern. PSV ist bekannt dafür, Talente weiterzuentwickeln und diese dann gewinnbringend zu verkaufen.


ESPN berichtet indes vom Interesse des FC Barcelona am Spieler. Eine Verpflichtung von Lozano durch den amtierenden spanischen Meister und Pokalsieger scheint derzeit allerdings nicht sonderlich aussichtsreich zu sein, was zum einen an der Tatsache liegt, dass es sich bei Lozano um einen Nicht-EU-Spieler handelt und mit Paulinho, Coutinho, Mina und eventuell bald Arthur schon drei bzw. vier bei drei erlaubten unter Vertrag stehen. 

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Kaderplanung größtenteils abgeschlossen: Barca-Sportdirektor Eric Abidal


Zum anderen sei die Kaderplanung zum Großteil bereits abgeschlossen, wie auch Éric Abidal im Zuge seiner Antrittsrede als Geschäftsführer Sport bestätigte. Damit hätte Lozano im Offensiv-Ensemble der Mannschaft schlicht und ergreifend keinen Platz. 


Sollte der der 22-Jährige, der im Juli 2017 von Pachuca nach Eindhoven wechselte, weiterhin Tore für sich sprechen lassen, könnte die Personalie noch heißer werden.