​Manuel Neuer ist nach seiner achtmonatigen Verletzungspause zurück auf dem Platz und im Vollbesitz seiner Kräfte. Mit der deutschen Nationalmannschaft verlor der Torhüter zwar mit 0:1 gegen Mexiko, zeigte jedoch persönlich eine gute Leistung. Nun sprach der Torhüter im WM-Quartier mit der SportBILD über seine Zeit beim​ FC Schalke 04, die bereits sieben Jahre zurückliegt. 


Bereits in seiner Kindheit wechselte Neuer zu den Königsblauen in die Jugendabteilung. Stück für Stück arbeitete sich der gebürtige Gelsenkirchener hoch - bis in die Profi-Mannschaft des FC Schalke 04. Bereits früh war klar, dass Neuer einer der besseren und sehr talentiert ist. Im Alter von 20 Jahren debütierte er dann in der Hinrunde der Saison 2006/2007 gegen Alemannia Aachen für den S04 und von dort an war der Torwart die Nummer 1 bei Schalke. 


"Ohne mich wäre Schalke abgestiegen"


Doch nach wenigen Jahren schwenkte die positive Stimmung um Neuer um. Der Keeper, der zu dem Zeitpunkt bereits Nationaltorhüter unter Bundestrainer Joachim Löw war, kündigte seinen Wechsel zum ​FC Bayern an und wurde hart beleidigt. Rückblickend erklärt Neuer: "Und das, obwohl ich eine Super-Leistung gebracht habe. Ich wurde Fußballer des Jahres." Und weiter: "Was ich damals nie gesagt hätte, aber meine Überzeugung ist: Wenn ich in der Saison 2010/2011 nicht auf diesem Niveau gespielt hätte, wären wir mit Schalke abgestiegen."

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Hatten ihre klare Meinung zu Neuer: Die Bayern-Fans


Doch auch beim deutschen Rekordmeister, seinem neuen Klub, bei dem er mittlerweile seit sieben Jahren spielt, war er anfangs nicht willkommen. Die Anhänger der Rot-Weißen hielten im Halbfinale zwischen den beiden Klubs "Koan Neuer"-Plakate hoch und beleidigten ihn ebenfalls verbal. "Das war ein ganz besonderes Spiel, aber psychologisch für mich nicht so belastend. Ich war noch nicht offiziell Bayern-Spieler, sondern ein Gegner", sagte Neuer, "als Torhüter wirst du oft von den Fans der anderen Klubs ausgepfiffen, von daher war das kein großes Ding."