Am Samstag muss die deutsche Nationalmannschaft in Olympiastadion von Sotchi gegen die Schweden ran. Ein normales Spiel, könnte man denken, doch für die Deutschen geht es um den Einzug ins Achtelfinale. Nach der 0:1-Niederlage gegen Mexiko stehen die Stars aus der Bundesrepublik mit dem Rücken zur Wand und hoffen auf Unterstützung aus der Heimat. 


Thomas Müller stellte sich am Mittwoch den Fragen der Journalisten. Ein großes Thema war auch in Sotchi die Erdogan-Causa rund um Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die zuletzt, wie die restliche Mannschaft ausgepfiffen und beleidigt worden sind. 


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Gegen Mexiko konnten Thomas Müller & Co. nicht überzeugen


Der Offensivakteur sah sich deshalb gezwungen, eine Nachricht nach Deutschland zu hinterlassen und erklärte: "Man hat in Deutschland selten das Gefühl, dass man gepusht oder unterstützt wird. Ich wünschte mir, das es ein bisschen weniger ins Persönliche geht und wir gemeinsam positiv nach vorne blicken"


Selbstkritische Mannschaft


Doch, dass die Stimmung zuletzt umschwenkte lag daran, dass das Testspiel gegen Österreich im Mai desaströs verloren worden ist, der 2:1-Sieg gegen Saudi Arabien mehr Glück als Verstand war und die Deutschen gegen Mexiko ziemlich alt aussahen. Aufgrund dessen wurde am Dienstag eine Sondersitzung im Team einberufen und Dinge heftig, aber sachlich diskutiert. 


"Wir sind selbstkritisch genug, haben noch zwei richtig dicke Aufgaben in der Gruppe vor uns. Aber wir werden diese Spiele sicher nicht gewinnen, wenn wir uns auffressen", stellte Müller klar und offenbarte damit, dass die Mannschaft intern noch intakt und wettbewerbsfähig ist.