Nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte stellen die Verantwortlichen des ​Hamburger SV die Weichen für die Zukunft. In der kommenden Saison soll zunächst der direkte Wiederaufstieg realisiert werden. Eine tragende Rolle wird dabei voraussichtlich Matti Steinmann einnehmen. Der defensive Mittelfeldspieler enthüllte in einem Interview, dass ihm der Abstieg schwer zu schaffen machte. 


Im vergangenen Sommer kehrte Steinmann nach einem einjährigen Gastspiel beim ​1. FSV Mainz 05 II zum HSV zurück, wo er in der zweiten Mannschaft unter Trainer Christian Titz gesetzt war. Nach der Entlassung von Bernd Hollerbach stieg der Übungsleiter Mitte März zum Interimstrainer der Profis auf. Titz zog einige Spieler aus der zweiten Mannschaft mit hoch, unter denen sich auch Steinmann wiederfand. 

Eintracht Frankfurt v Hamburger SV - Bundesliga

Verdrückte nach dem Abstieg ein paar Tränen: Matti Steinmann


Der 23-Jährige war fortan Stammspieler in der Bundesliga. Im deutschen Fußball-Oberhaus fand sich der defensive Mittelfeldspieler erstaunlich schnell zurecht und lieferte überzeugende Vorstellungen ab. Mit seinen soliden Leistungen weckte der gebürtige Hamburger auch ​das Interesse anderer Bundesliga-Klubs (u.a. SC Freiburg). Den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte konnte allerdings auch das Eigengewächs nicht verhindern.


"Nach dem Abpfiff hatte ich eine brutale Leere in mir. Ich konnte schlecht schlafen, die Situation hat mich sehr beschäftigt", erklärte der Defensivspieler gegenüber der Hamburger Morgenpost. "Es hat lange gedauert, den Abstieg zu verarbeiten, aber Familie und Freunde haben mich wieder aufgebaut." Die volle Konzentration gelte nun der kommenden Saison. "Es wird Zeit, dass es wieder losgeht", betonte der 23-Jährige, der zum 1. Juli offiziell in den Profikader aufrückt.