Der spanische U21-Nationalspieler Jorge Meré bleibt dem 1. FC Köln in der zweiten Liga erhalten. Ein Gespräch mit seinem Nationaltrainer hat den Abwehr-Youngster offenbar zum Umdenken bewegt. Unter dem neuen Trainer Markus Anfang will sich Meré gegen die Konkurrenz behaupten.


Der 1. FC Köln kann weiter mit Jorge Meré planen. Am heutigen Mittwoch läuft die Ausstiegsklausel des 21-jährigen Spaniers ab. Für zwölf Millionen Euro kann das Abwehr-Talent die Geißböcke nach dem Bundesliga-Abstieg verlassen - bislang ist aber offenbar kein Klub bereit, diese Summe für den Innenverteidiger zu zahlen. "Bei uns gibt es nichts Neues", sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle am Dienstag zur BildNach Informationen des Boulevard-Blatts, soll sich Meré mit dem Gang in die ​zweite Liga abgefunden haben.


Unter dem neuen Trainer Markus Anfang will sich der spanische U21-Nationalspieler einen Stammplatz beim Effzeh erkämpfen, um mit viel Spielpraxis den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Bei Jugendklub Sporting Gijón machte er nach dem Abstieg im vergangenen Sommer noch den Abflug und wechselte für sieben Millionen Euro nach Köln.


Dort steht er noch bis 2022 unter Vertrag. Zunächst habe Meré dennoch mit einem Abschied geliebäugelt, ein Treffen mit dem spanischen U21-Nationalcoach Albert Celades soll ihn jetzt aber ​zum Umdenken bewegt haben. Der 42-Jährige habe dem Verteidiger versichert, dass die zweite Liga seine Zukunft in der Junioren-Auswahl nicht in Gefahr bringen werde - allerdings nur, wenn er beim Aufstiegsfavoriten regelmäßig zum Zug kommt.

1. FC Köln

Meré muss sich gegen die neuen Konkurrenten Sobiech (l.) und Czichos (r.) durchsetzen.


Dort geht es am kommenden Montag mit der Vorbereitung zur Mission Wiederaufstieg los. Meré muss sich dann gegen die beiden Neuzugänge Rafael Czichos und Lasse Sobiech behaupten. Ein erneutes Umdenken scheint deshalb weiter möglich: Sollte sich im August abzeichnen, dass sich Meré hinter den beiden zweitligaerfahrenen Innenverteidigern einordnen muss, könnte ein Abgang wieder zum Thema werden. Laut Bild ist Interesse aus Spanien durchaus vorhanden. Zwölf Millionen Euro will derzeit aber kein Klub bezahlen - für viel weniger werden die Effzeh-Verantwortlichen Meré aber nicht abgeben wollen. 


Mit dem (vorläufigen) Meré-Verbleib könnte ​ein Abschied des Dänen Frederik Sörensen wieder zum Thema werden. Der 26-Jährige besaß nach dem Abstieg ebenfalls eine Ausstiegsklausel. Wie bei Meré, war allerdings kein Klub bereit diese zu ziehen. Angesichts der Konkurrenz hat Sörensen wohl keine Zukunft mehr am Geißbockheim.