Bastian Schweinsteiger hat den kompletten WM-Spielplan durchgetippt. Der Weltmeister von 2014 traut seinen ehemaligen Kollegen und Nachfolgern im DFB-Dress viel zu. Im Viertelfinale erwartet der 33-Jährige einige Klassiker - eine Überraschung hat er mit Belgien parat.


​2014 erfüllte sich Bastian Schweinsteiger seinen Traum vom ​WM-Titel. Im Finale gegen Argentinien zeigte der 121-fache Nationalspieler sein großes Kämpferherz und führte die DFB-Elf zum Sieg. Seit März 2017 lässt der 33-Jährige seine Karriere in der US-Liga MLS bei Chicago Fire ausklingen. Als WM-Experte war der Weltmeister vor einigen Tagen in einer Talkshow beim Fernsehsender TSN Sports zu Gast.


Darauf angesprochen, wer denn seine Favoriten auf den Titel in Russland seien, witzelte Schweinsteiger, dass Italien und die Niederlande für ihn zu den Kandidaten zählen. Beide europäische Schwergewichte hatten sich nicht für die WM qualifiziert. 

Für das Fußball-Portal Bleacher Report gab sich Schweinsteiger ein wenig ernsthafter und t​ippte den kompletten Ablauf der WM - wohlgemerkt ​vor dem ersten deutschen Gruppenspiel gegen Mexiko. Zunächst wählte der ehemalige Bayern-Star seine Gruppensieger und die weiteren Achtelfinalisten aus. 


Nach der Schweinsteiger-Prognose würden Gruppensieger Uruguay und Portugal das erste Duell in der Runde der letzten 16 bestreiten. "Es wird ein enges Match, aber ich denke, am Ende wird sich Portugal durchsetzen", so Schweinsteiger. Duell Nummer zwei würde zwischen Frankreich und Kroatien steigen. Hier glaub 'Schweini', dass die Qualität der Equipe Tricolore den Unterschied ausmacht. Rekordweltmeister Brasilien setzt sich laut Schweinsteiger gegen Deutschland-Bezwinger Mexiko durch. Der Grund? "Die Qualität der Schlüsselspieler ist riesig. Nicht nur Neymar, sondern auch bei Coutinho und den anderen Spieler", glaubt der 33-Jährige. Belgien werde sich im nächsten Achtelfinale gegen Kolumbien durchsetzen.


"Sie haben eine überragende Qualität im Kader. Ich hoffe, sie verstehen, als Team zu agieren", meint Schweinsteiger zu den Roten Teufeln. Im Duell Spanien gegen Gastgeber Russland tippt Schweinsteiger ganz klar auf die Furia Roja. "Es spielt keine Rolle, wer an der Seitenlinie steht. Sie wissen ganz genau, was sie tuen müssen", sagt der Wahl-Amerikaner. 



Bei Argentinien gegen Peru glaubt Schweinsteiger an eine Verlängerung, in der sich am Ende der zweifache Weltmeister durchsetzt. Das vorletzte Achtelfinale würden demnach Deutschland und Serbien bestreiten. "Meine Frau ist Serbin [Ana Ivanovic, Anm. d. Red.], das ist das Problem hier. 2010 haben wir gegen sie in der Gruppe 0:1 verloren." Dennoch setzt er auf die Löw-Truppe. Das Viertelfinale komplettiert wird nach Meinung des ehemaligen DFB-Kapitäns von England. Die Three Lions setzen sich gegen Polen durch.



Im ersten Klassiker unter den letzten Acht ist Deutschland gegen England der Favorit. "Wenn es ins Elfmeterschießen geht, wissen alle, wer gewinnt", witzelte der 33-Jährige. Der zweite Kracher wäre die Partie zwischen Spanien und Argentinien. Hier glaubt 'Schweini' an einen Triumph des Weltmeisters von 2010. "Ich mag ihre Art Fußball zu spielen. Hinter jedem Pass steckt eine Idee", schwärmt er. 


Viertelfinal-Duell Nummer drei wäre die Neuauflage des EM-Finals vor zwei Jahren. Anders als 2016 sieht Schweinsteiger Frankreich gegen die Portugiesen im Vorteil. Die größte Überraschung hat er im Duell zwischen Brasilien und Belgien parat. Hier setzt er auf einen Sieg der Belgier, die damit ihrer Stellung als Geheimfavorit endlich gerecht werden würden. Schweinsteiger glaubt vor allem an die Konterstärke mit Hazard und Co.


Die Schweinsteiger-Halbfinals: Frankreich - Belgien und Deutschland - Spanien


Im Nachbarschaftsduell Frankreich gegen Belgien favorisiert er weiter die Roten Teufel. "Ich glaube diese WM in Russland könnte ideal für sie sein", so Schweinsteiger. Im zweiten Semifinale verliert der 33-Jährige keine Zeit. "Das ist klar, Deutschland wird das Spiel gewinnen." So würde es zum Finale zwischen dem Titelverteidiger Deutschland und der Goldenen Generation aus Belgien kommen. 


Hier setzt Schweinsteiger wie erwartet auf Deutschland. "Sie wissen wie man ein Finale spielt. Und ich habe keine andere Wahl", erklärt er. Zum Dank bekommt er ein deutsches Bier serviert. Nach der Auftaktpleite gegen Mexiko heißt es mehr denn je: 'Schweinis' Wort in Gottes Ohr.