Von einem Ultimatum an Werder-Star Max Kruse will Manager Frank Baumann nichts wissen. Die Ausgangslage beim 30-Jährigen sei nicht mit der von Thomas Delaney zu vergleichen. Bremens Sportchef geht vielmehr fest davon aus, dass Kruse auch in der kommenden Saison an der Weser spielt.


Nächste Runde im Poker um Max Kruse: Um den Star von ​Werder Bremen gibt es dieser Tage ständig neue Wasserstandsmeldungen. Will der 30-jährige Angreifer Werder verlassen oder auch in der kommenden Saison das Team von Trainer Florian Kohfeldt anführen?


Fakt ist, Kruses Vertrag läuft noch eine Saison bis 2019. Und auch, dass sich der ehemalige Nationalspieler ​mit einem lukrativen Angebot auseinandersetzen würde. Kriterien für eine solche Offerte wären ein Klub, der in der Champions League startet und damit Kruse ein deutlich höheres Gehalt garantieren könnte.


"Das habe ich doch schon mehrfach gesagt", bestätigte ​Werder-Manager Frank Baumann gegenüber der Deichstube die Ausgangslage. Energisch dementiert hat Baumann dagegen ein vermeintliches Ultimatum an den Angreifer, ähnlich wie es Kohfeldt schon bei Thomas Delaney ausgesprochen hatte. Bis zum Trainingsstart am 2. Juli wolle der Werder-Coach eine definitive Aussage von Kruse, hatte die Bild zuvor berichtet.

"Es gibt kein Ultimatum“, erklärte Baumann. "Ich gehe fest davon aus, dass Max auch in der nächsten Saison bei uns spielen wird.“ Mit Delaney sei Kruse deshalb nicht zu vergleichen, weil der Däne in diesem Sommer unbedingt den nächsten Karriereschritt gehen wollte. Kruse dagegen biegt in den Herbst seiner Laufbahn ein. Die Frage beim 30-Jährigen ist vielmehr, ob er sich noch einmal einem größeren Klub anschließen will oder in Bremen bleiben möchte. 


Die Haltung von Werder ist dabei klar: "Natürlich wollen wir mit Max verlängern“, so Baumann. "Wir sind da auch im Austausch. Max fühlt sich hier sehr wohl und kann sich absolut vorstellen, noch länger zu bleiben.“ Dessen Alternativen dürften ohnehin rar gesät sein. Sollte er tatsächlich nur zu einem Champions-League-Klub wechseln wollen, bliebe aus den großen Ligen wohl nur die deutsche Konkurrenz als realistisches Ziel. 


Außer den Bayern, wo Kruse nicht auf dem Zettel steht, wären das Schalke, der BVB und Hoffenheim. Wie die Deichstube berichtet, fehle Kruse bei den Kraichgauern die Strahlkraft, aus Dortmund oder Schalke ist kein Interesse verbrieft.