​Kommt es innerhalb der Primera División bald zu einem Transfer? Wie die spanische Zeitung AS berichtet, soll der FC Sevilla an einem Talent der 'Königlichen' Interesse zeigen. Das spanische Talent Marcos Llorente kam im Ensemble des amtierenden Champions-League-Siegers unter Zinédine Zidane nur selten zum Zug. Nun könnte der Wechsel erfolgen. Der 23-Jährige gilt als begehrter defensiver Mittelfeldspieler.


Marcos Llorente, einstiger spanischer Junioren-Nationalspieler, ist im defensiven bzw. zentralen Mittelfeld einsetzbar, kann allerdings auch als Innenverteidiger aushelfen. Er stammt aus der Jugend von ​Real Madrid und wurde in der Saison 16/17 zu Deportivo Alavés verliehen. Nach einer erfolgreichen Saison dort erfolgte seine Rückkehr in die spanische Hauptstadt, gefolgt von einer Saison 17/18, die für die Madrilenen zwar wieder einmal mit dem Titel in der Königsklasse endete, doch für Llorente persönlich war es keine zufriedenstellende Spielzeit.


20-mal kam Llorente in allen Wettbewerben zum Einsatz, zumal 13 davon in der Liga, sechs im spanischen Pokal und ein Einsatz in der Champions League erfolgten. Dabei handelte es sich allerdings stets um Kurzeinsätze, die ihm der nun ehemalige französische Cheftrainer Zinedine Zidane gewährt hatte. Der FC Sevilla wurde nun auf den Spieler aufmerksam, weil man den Abgang von Leistungsträger Steve Nzonzi befürchtet. Der französische Nationalspieler ist gerade in Russland, saß beim ersten Gruppenspiel des amtierenden Vize-Europameisters gegen Australien allerdings nur auf der Bank.

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Bei der WM derzeit nur Bankdrücker: Steven Nzonzi könnte durch seinen Abgang Platz für Marcos Llorente beim FC Sevilla schaffen.


Ihn soll es zum ​FC Arsenal zu seinem ehemaligen Trainer und Vorgesetzten Unai Emery ziehen. Dafür müsste die 'Gunners' allerdings die festgeschriebene Ausstiegsklausel an den FC Sevilla überweisen, die bei 40 Millionen Euro liegen soll. Llorente wäre hingegen deutlich preiswerter. Für ihn soll dem Vernehmen nach eine Ablösesumme zwischen 12 bis 15 Millionen Euro ausreichen. 


Als Problem könnte sich für den FC Sevilla lediglich das Gehalt des 23-jährigen gebürtigen Madrilenen darstellen, der noch einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2021 hat. Ein weiteres Problem ist die Konkurrenzsituation auf dem Markt, denn viele Vereine scheinen Llorente auf dem Zettel zu haben, darunter auch Lokalrivale und Europa-League-Teilnehmer Betis Sevilla.


Ob Llorente selbst einen Wechsel anstrebt, wird auch von den Plänen des neuen Cheftrainers Lopetegui abhängen. Sollte er eine Freigabe für den Transfer erteilen, steht einer neuen Herausforderung für Llorente nichts mehr im Wege.