Eigentlich wollte Borussia Mönchengladbach in der kommenden Saison wieder in einem internationalen Wettbewerb vertreten sein. Doch das Team um Dieter Hecking verpasste die Qualifikation. Der Trainer gilt als Hauptschuldiger der abermals wenig überzeugenden Saison. Vertragsgespräche sind laut Sportchef Max Eberl in diesem Sommer kein Thema.


Dieter Hecking und Max Eberl sind in ihrer Saisonanalyse zu dem Entschluss gekommen, keine Gespräche über den in einem Jahr auslaufenden Vertrag des ​in die Schusslinie geratenen Trainers zu führen. Nach der schwach verlaufenen Rückrunde mit nur 19 Punkten liegt das Ziel vorerst darin, Borussia Mönchengladbach wieder auf den rechten Pfad zu bringen, berichtet der kicker.


„Unser Sommerthema ist nicht Dieters Vertrag, sondern die Frage, welche Schlüsse wir aus der vergangenen Saison ziehen und mit welchen Maßnahmen wir in die neue Saison gehen“, so Eberl gegenüber dem Sportmagazin. Die Gladbacher Umwälzungen haben bereits ihren Lauf genommen: Im Zuge der zahlreichen Verletzungen in der vergangenen Saison wurde ein festangestellter Mannschaftsarzt und ein neuer Leiter der Physio-Abteilung angestellt.

Borussia Moenchengladbach v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

In der Kritik: Dieter Hecking


Dass ​Gladbach in der Rückrunde nur wenig überzeugte, spielt in den Überlegungen Eberls bezüglich einer möglichen Beurteilung der Arbeit Heckings keine Rolle. Man messe den Trainer nicht nur an den drei, vier Monaten in der Rückrunde, mit denen alle nicht zufrieden waren, sagt Eberl. „Sondern an den kompletten 18 Monaten, die er bei uns ist.“ Die Mannschaft musste stabilisiert werden, als Hecking unter Vertrag genommen wurde – „und das hat er eindrucksvoll geschafft. Nun liegt eine neue Aufgabe vor uns, die wir gemeinsam angehen“, so Eberl.


Hecking bewertet die aktuelle Situation selbst ohne jegliche Hektik. „Mal ehrlich: Wichtig ist heute doch längst nicht mehr, wie lange ein Vertrag läuft, sondern wie das Verhältnis Trainer-Mannschaft-Klub ist. Und das stimmt bei uns“, so der Trainer. Ihm selbst sei nicht wichtig, wie lange sein Vertrag laufe. Als Trainer lebe man im Hier und Jetzt. Sowohl Hecking, als auch dem Rest interessiere nur, wie die optimale Vorbereitung auf die neue Spielzeit ablaufe. „Gut starten und dann das abrufen können, zu was die Mannschaft fähig ist.“