Im Mittelfeld der Kroaten ist er der Strippenzieher, doch zusätzlich geht Luka Modric als Kapitän und Führungsspieler sowohl auf als auch neben dem Feld voran und ist eine der Schlüsselfiguren innerhalb der Mannschaft. Auch im ersten Gruppenspiel gegen Nigeria war er zweimal entscheidend beteiligt und wurde daher nach der Partie zum 'Man of the Match' gekürt.


Trotz des Alters von mittlerweile 32 Jahren ist Luka Modric zwar nicht der älteste, dafür aber der erfahrenste Spieler im Kreis der kroatischen Nationalmannschaft. Der zentrale Mittelfeldspieler von ​Real Madrid hat in den vergangenen Jahren nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gab und ist daher gemeinsam mit Ivan Rakitic ein wichtiger Baustein für Nationaltrainer Zlatko Dalic. Beim ​2:0-Sieg über die 'Super Eagles' aus Nigeria tat sich Modric allerdings über weite Strecken schwer, da er immer wieder entscheidend gedeckt wurde und somit nicht die Gefahr ausstrahlen konnte, die man sich erhofft hatte.


Doch bei beiden Toren hatte er seine Finger im Spiel: In der 33. Minute schlug er einen Eckstoß genau auf den Kopf von Ante Rebic, der diesen zu Mario Mandzukic, dessen Abschluss eigentlich am Tor vorbeigegangen wäre, weiterleitete - dank des Eigentores von Oghenekaro Etebo ging Kroaten mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte gab es einen Strafstoß. Modric nahm sich der Sache - selbstverständlich - an und verwandelte den Ball sicher.

Doch auch abseits der Torbeteiligungen bot der Routinier (107 Länderspiele) eine ordentliche Leistung, sammelte 83 Ballkontakte und konnte eine Passgenauigkeit von 86 Prozent vorweisen. Aufgrund dessen erhielt Modric nach der Partie die Auszeichnung zum 'Man of the Match', doch vielmehr stellte er die Leistung der Mannschaft in den Vordergrund: "Es war ein sehr schweres Spiel, aber das haben wir auch so erwartet. Wir haben gegen ein gutes Team verdient gewonnen. Es war wichtig, das Turnier mit drei Punkten zu eröffnen", sagte er laut ​Welt.


Im zweiten Gruppenspiel trifft Kroatien auf Argentinien, das nach dem mageren ​1:1-Remis gegen Außenseiter Island unter Zugzwang steht. Im Duell der beiden Gruppenfavoriten könnte hier bereits eine Vorentscheidung zugunsten der Mannschaft von Zlatko Dalic fallen, doch dafür wird man erneut einen stark aufgelegten Luka Modric benötigen.