​Was bewegt sich beim FC Bayern München im Sommer? Jérôme Boateng hatte zuletzt ​angekündigt, sich eine neue Herausforderung abseits der bayrischen Landeshauptstadt gut vorstellen zu können. Der Vorstandsvorsitzende der Münchner, Karl-Heinz Rummenigge, ​schloss einen Abgang des Verteidigers nicht kategorisch aus, sollte sich ein Klub mit einem entsprechenden Angebot melden, das Boateng ebenfalls schwach machen würde. Der 29-Jährige konnte mit der Aussage seines Vorgesetzten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings wenig anfangen und will sich lieber auf das WM-Turnier fokussieren.


Der Berater von Jérôme Boateng wird sich im Hintergrund dennoch um die Zukunft des Bayern-Stars kümmern. Fakt ist: Boateng steht seit 2011 in München unter Vertrag und entwickelte sich beim deutschen Rekordmeister zu einem der besten Innenverteidiger der Welt. Sechs Mal hintereinander gewann er ab 2013 die deutsche Meisterschaft, drei Mal zudem den DFB-Pokal. Außerdem war er ein Teil der Triple-Mannschaft um Jupp Heynckes und kann sich demnach Champions-League-Sieger, UEFA-Supercup-Sieger und Klub-Weltmeister nennen.

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Abschied vom FC Bayern? Derzeit konzentriert sich Jérôme Boateng nur auf die Weltmeisterschaft.


Der gebürtige Berliner wird im September 30 Jahre alt und so ergibt sich für ihn bald die Chance, den letzten großen Vertrag und die letzte Station in seiner Karriere anzutreten, sollte dies für ihn reizvoll sein. Für einen Superstar wie Boateng, der auch außerhalb des Platzes Imagepflege betreibt und seine Marke weiter vorantreibt, wäre ein Wechsel nach England oder Frankreich beispielsweise reizvoll.


Nun wird ein weiterer Interessent aus Italien, nämlich Juventus Turin, mit Boateng in Verbindung. Bekanntlich hat die 'alte Dame' ein Faible für routinierte Innenverteidiger. Laut Informationen von Gazzetta di Parma plant Juventus zunächst ein Leihgeschäft. Nach einem Jahr auf Probe soll Boateng dann für 30 Millionen Euro verpflichtet werden. Auch wenn Boateng dann schon 30 Jahre alt wäre - für 30 Millionen Euro würde ihn der Rekordmeister nicht ziehen lassen, wie die Sport Bild berichtet.

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Alte Bekannte: Bei Juventus Turin würde Boateng unter anderem auf Landsmann Khedira und Ex-Kollege Mandẑukić treffen.


Mit Niklas Süle steht bereits ein ambitionierter junger Mann im Kader der Münchner, der das Erbe von Boateng antreten könnte. Das ist dennoch kein Grund für die Verantwortlichen, ihren Weltmeister zu verscherbeln. Und letzten Endes hängt auch vieles vom Willen des Spielers selbst ab, ob und inwiefern er seine berufliche Zukunft an der Seite der Ex-Kollegen Benatia, Costa, Mandẑukić oder Landsmann Sami Khedira sieht.