MOSCOW, RUSSIA - JUNE 16: Javier Hernandez of Mexico, gestures during Match Day -1 Training Session and Press Confrence at Luzhniki Stadium on June 16, 2018 in Moscow, Russia. (Photo by Hector Vivas/Getty Images)

Stärken, Starspieler, Spielweise: Das ist Deutschlands WM-Gegner Mexiko

Am Sonntag, den 17. Juni 2018, bestreitet die deutsche Nationalmannschaft im Rahmen der Weltmeisterschaft 2018 das erste Gruppenspiel gegen die mexikanische Fußballauswahl. Was wird Bundestrainer Joachim Löw und die Spieler erwarten? Mit welchem Team wird zu rechnen sein? Was sind Stärken und Schwächen der Mexikaner? Fragen über Fragen,Die Antworten gibt es hier.

6. Die Spielweise

Normalerweise tritt Mexiko mit einem  3-4-3-System an, doch gegen starke Gegner ist auch eine Formation mit fünf Verteidigern möglich. Die Mexikaner wollen auch gegen die Deutschen nicht von ihrer offensiven Spielweise abkommen. "Wir werden nicht die Art und Weise verändern, wie wir denken", kündigte der Nationaltrainer an, der speziell diverse Flügelspieler in seinem Kader zur Verfügung hat, die zum Einsatz kommen könnten. "Man muss vor allem die Liebe zum Sieg entwickeln und nicht die Angst vor der Niederlage." Eine weitere Floskel, die andeutet, dass sich Mexiko gegen Deutschland nicht verstecken will. Man habe eine Chance, wolle mit einer der besten Mannschaften mithalten und ihr auf Augenhöhe begegnen. 

Laut Löw werden die Mexikaner den Deutschen alles abverlangen. 

5. Das Talent

Bei all der gebotenen Erfahrung im Kader gibt es vor allem in der Offensive der Mexikaner auch einige junge und vielversprechende Akteure. Dazu zählt der 22-jährige Hirving Lozano, der bei PSV Eindhoven in der Eredivisie unter Vertrag steht. In der Liga überzeugte er mit starken Leistungen (34 Spiele, 19 Tore), in der Nationalmannschaft sticht er auch gerne als Joker. Trainer Osorio setzt immer wieder auf ihn. Unter anderem erzielte er gegen Panama in der Qualifikation ein wichtiges Tor. Ihn sollte 'die Mannschaft' nicht aus den Augen lassen!

4. Der Trainer

Die Mexikaner werden vom 57-jährigen Kolumbianer Juan Carlos Osorio Arbeláez trainiert. Er arbeitete unter anderem schon als Assistent bei Manchester City und trainierte Klubs wie Chicago Fire, die New York Red Bulls, aber auch Vereine in Mexiko und Kolumbien, sowie Sao Paulo in Brasilien. Im Vorfeld der Partie gegen die Deutschen irritierte er auf der PK mit folgender Aussage: "Würden wir an einem neutralen Ort spielen, also nicht bei der WM, könnten wir gegen Deutschland sogar gewinnen."

3. Die Stärken

Als größte Stärke der Mexikaner kann wohl deren Erfahrung angeführt werden. Denn der Kern des Kaders besteht bereits seit vielen Jahren und so hat sich an der Formation der Mannschaft und den einzelnen Spielern, im Gegensatz zum Trainer, wenig geändert. Torhüter Ochoa, der bereits bei der letzten WM überzeugen konnte, absolvierte bislang 94 Länderspiele. Weitere routinierte Akteure sind Rafael Marquez (145), Hector Moreno (92), Giovani dos Santos (105), Andres Guardado (145) oder auch Chicharito mit 102 Länderspielen.

2. Die Schwächen

Im Spiel der Mexikaner gibt es im Mittelfeld keinen, der die Zügel wirklich in die Hand nimmt und das Team auch bei Rückständen führen kann. Zudem geht dem erfahrenen Team mitunter die Puste aus. Ob sich dies gleich gegen Deutschland bemerkbar machen wird, bleibt abzuwarten. Ob die Mexikaner das Turnier auf Top-Niveau durchziehen können, ist fraglich. 

1. Der Star

Der Star der Mexikaner dürfte den Bundesliga-Fans noch bestens bekannt sein. Chicharito sammelte in seiner Karriere unter anderem bei Manchester United und Real Madrid Erfahrungen. In Deutschland sorgte er bei Bayer 04 Leverkusen für Wirbel. 49 Tore erzielte der Mexikaner bei 101 Partien. "Natürlich können wir Deutschland schlagen", wird der Stürmer vom kicker zitiert. An Selbstbewusstsein mangelt es dem Führungsspieler im Kader offenbar nicht. "Wir kommen, um Weltmeister zu sein", so Chicharito weiter. Dafür muss der amtierende Weltmeister erst einmal geschlagen werden...