Am Freitagnachmittag erlitt die marokkanische Nationalmannschaft in ihrem Auftaktspiel gegen den Iran den ersten Dämpfer, doch zumindest für einen alten Bekannten aus der Bundesliga gab es einen kleinen Trostpreis: Amine Harit wurde nach der Partie zum 'Man of the Match' gekürt.


Die ​Partie zwischen Marokko und dem Iran nahm einen Ausgang, den wohl nur die wenigsten erwarteten. Besonders in der ersten Halbzeit machte die Mannschaft von Herve Renard ordentlich Dampf, ließ jedoch beste Chancen zur Führung liegen und ging nach einer ereignisarmen zweiten Halbzeit durch ein Eigentor von St. Pauli-Stürmer Aziz Bouhaddouz, der in der Schlussviertelstunde eingewechselt wurde, mit 0:1 als überraschender Verlierer vom Platz.


In der Offensive der Marokkaner war Amine Harit vom ​FC Schalke 04 der Dreh- und Angelpunkt. Der 20-Jährige begann auf der linken Außenbahn, war jedoch überall anspielbar und machte der iranischen Defensive das Leben aufgrund seiner technischen Versiertheit und seinen Stärken am Ball schwer. Insgesamt gab Harit drei Schüsse auf das Tor von Alireza Beiranvand ab, bereitete zudem zwei weitere Abschlüsse vor und hatte insgesamt 51 Ballkontakte vorzuweisen. In der 82. Minute wurde er jedoch durch Ayoub El Kaabi ersetzt - der Rest ist bekannt.

Doch Harits Leistung blieb nur wenigen verborgen, weshalb er nach der Partie offiziell zum 'Man of the Match' gekürt wurde. Ein kleiner Trostpreis für den Offensivspieler, der in seinem erst siebten Länderspiel für sein Heimatland wohl lieber auf die Auszeichnung verzichtet und gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen drei Punkte eingefahren hätte. Denn die kommenden Aufgaben werden keineswegs leichter: Am Mittwoch (14 Uhr) trifft Marokko auf Europameister Portugal, fünf Tage später geht es im letzten Gruppenspiel gegen die klar favorisierten Spanier.