Der ​FC Bayern kann die nächste Titelverteidigung feiern: Wie schon im Vorjahr war der Rekordmeister auch in der abgelaufenen Saison die offiziell fairste Mannschaft der ​Bundesliga. Das gab die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Donnerstagnachmittag bekannt. Hinter den Bayern folgen die beiden Borussias aus ​Gladbach und ​Dortmund auf den Plätzen. Schlusslicht der Fairness-Tabelle war ​Eintracht Frankfurt hinter dem ​FC Augsburg und ​Bayer Leverkusen.


Als Grundlage für die Bewertung fließen sechs Kriterien ein, die dann in eine Gesamtpunktzahl umgerechnet werden. Das Team mit dem niedrigsten Wert ist die fairste Mannschaft. Die Bayern kommen auf 42 Punkte, Gladbach folgt mit 47 Punkten vor dem BVB (51) dahinter. Zum Vergleich: Die Eintracht "sammelte" 82 Zähler.

Neben Verwarnungen und Platzverweisen fließen auch der Respekt vor dem Gegner und Schiedsrichter, das Verhalten von Mannschaftsoffiziellen und von Fans sowie die Attraktivität des Spiels in die Bewertung mit ein. Grundlage sind die Spielberichte der Schiedsrichter und Schiedsrichterbeobachter. 


Die Bayern kamen in der abgelaufenen Saison mit lediglich 363 Fouls und 42 Gelben Karten aus. Einen Platzverweis kassierte der Rekordmeister nicht - und legte damit jeweils Tiefstwerte aller Bundesligisten auf. Die Frankfurter begingen dagegen 523 Fouls und sammelten zwei glatt Rote Karten. Mehr regelwidrige Zweikämpfe führte nur Vizemeister ​Schalke mit 544 Foulspielen.

SG Dynamo Dresden v 1. FC Union Berlin - Second Bundesliga

Union Berlin hat den Aufstieg verpasst: Immerhin dürfen sich die Eisernen über den Fairplay-Titel freuen.


In der ​zweiten Liga darf sich ​Union Berlin die Fairness-Krone aufsetzen, gefolgt von Aufsteiger ​Nürnberg auf Rang zwei und ​Arminia Bielefeld sowie ​St. Pauli als gemeinsame Dritte. Schlusslicht war wie auch in der sportlichen End-Tabelle der ​1. FC Kaiserslautern


Im Unterhaus reichten 60 Punkte für das fairste Team. Dort wird der Sieger mit 25. 000 Euro honoriert, Rang zwei bekommt 15.000 Euro und die beiden Dritten teilen sich 10.000 Euro von der DFL aus, die zweckgebunden in die Nachwuchsarbeit fließen müssen.