Die Verhandlungen zwischen dem FC Chelsea und SSC Neapel galten bislang als festgefahren. Die "Blues" wollen Maurizio Sarri als Nachfolger von Antonio Conte präsentieren. Nun scheinen sich die beiden Klubs auf eine Ablöse für Sarri geeinigt zu haben. Der Deal soll kurz bevorstehen. Eine Chelsea-Legende soll ihm assistieren.


Drei Jahre stand Maurizio Sarri an der Seitenlinie des SSC Neapel, wurde mit dem Maradona-Klub zweimal italienischer Vizemeister und einmal Dritter. Nach der Saison trennte sich Neapel allerdings vom 59-Jährigen und stellte mit Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti einen Nachfolger vor. Sarri wurde da längst schon mit einem Wechsel auf die Trainerbank des ​FC Chelsea in Verbindung gebracht. Dort gilt die ​Entlassung von Landsmann Antonio Conte als beschlossen.

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Ein möglicher Deal hatte sich aber in den vergangenen Wochen als äußerst schwierig erwiesen. Zum einen wäre da der bis 2019 laufende Vertrag von Conte bei den Blues. Dort soll er ein Jahressalär von neun Millionen Euro kassieren. Bei einer Vertragsauflösung winkt dem 48-Jährigen daher eine hohe Abfindung. Gleichzeitig müsste Chelsea aber auch in Wunschkandidat Sarri investieren.


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Der steht in Neapel weiter bis 2020 unter Vertrag. ​Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis zeigte sich bisher stur und will Sarri notfalls noch zwei Jahre weiterbezahlen. Knackpunkt ist wohl die Ausstiegsklausel in Sarris Vertrag. Die beträgt acht Millionen Euro, ist aber ​am 31. Mai abgelau​fen. Nach Informationen der Gazzetta dello Sport tritt diese ab Anfang Juli aber wieder in Kraft. Bislang beharrt De Laurentiis auf dieser Ablöseforderung, Chelsea ist aber nicht bereit für Conte und Sarri insgesamt bis zu 17 Millionen Euro aufzubieten. Das Budget wollen die Blues lieber in die Verstärkung des Kaders stecken.


Wie die Gazzetta dello Sport und die Corriere della Sera nun übereinstimmend berichten, scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Der Napoli-Präsident ist nun offenbar doch dazu bereit, seine Ablöseforderung für Sarri zu reduzieren - eine Einigung soll kurz bevor stehen. Dann wären die Blues im Gegenzug auch bereit Conte abzufinden und Sarri als neuen Trainer vorzustellen. Einzige Bedingung der Italiener: Sarri versichert, dass er keinen seiner Ex-Spieler an die Stamford Bridge lotst. In den italienischen Medien heißt es, dass das Trio Raul Albiol, Elseid Hysaj und Piotr Zeilinski Ausstiegsklauseln besitzt. Innenverteidiger-Routinier Albiol könne beispielsweise für sechs Millionen Euro aus seinem Vertrag gekauft werden.

Klappt der Deal, soll kein geringerer als Gianfranco Zola Sarri bei den Blues assestieren. Der 51-jährige Italiener spielte von 1997-2003 an der Stamford Bridge und wurde von den Anhängern zum Chelsea-Spieler des Jahrhunderts gekürt.