Seit Jose Mourinho das Traineramt bei ​Manchester United übernommen hat, spielt Anthony Martial im Kader der 'Red Devils' nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Franzose will den Verein daher nach drei Jahren wieder verlassen, doch die Aussichten auf einen Transfer scheinen nicht vielversprechend auszusehen. 


Für die stolze Summe von 60 Millionen Euro wechselte Anthony Martial einst vom AS Monaco zu Manchester United und gehörte in seinem ersten Jahr unter Louis van Gaal von Anfang an zum Stammpersonal. In damals 56 Pflichtspielen erzielte der Franzose 18 Tore, steuerte zudem elf Torvorlagen bei und schien auch in der kommenden Saison einen Stammplatz inne zu haben.

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     2015 erlebte Anthony Martial bei Manchester United einen Traumstart - diese Zeiten sind längst vorbei



Doch unter Jose Mourinho folgte die Wendung. Martial absolvierte zwar insgesamt weiterhin viele Pflichtspiele, musste jedoch meist zunächst auf der Bank Platz nehmen und kam oft als Joker zum Einsatz. Nach drei Jahren kommt der Linksaußen auf 136 Pflichtspiele für United, in denen er 36 Tore erzielte und 26 Assists gab, doch mit seiner Joker-Rolle gibt er sich nicht zufrieden.


"Nach drei Saisons bei Manchester United will Anthony Martial die 'Red Devils' verlassen. Ich denke, wenn Manchester United, der mächtigste Klub der Welt, nur um das festzuhalten, nach acht Monaten keine Vereinbarung treffen kann, dann wollen sie ihn nicht wirklich zu einem wichtigen Spieler machen", ​ließ dessen Berater bei RMC Sport verlauten

Die sportlichen Verantwortlichen in Manchester scheinen jedoch nicht auf den 22-Jährigen verzichten zu wollen. Wie der seriöse  BBC-Reporter Simon Stone vermeldete, sei ihm mitgeteilt worden, dass man kein Interesse daran habe, Martial in diesem Sommer abzugeben. Viel mehr verwies man auf dessen Vertragsmodalitäten: Das Arbeitspapier läuft noch bis 2019, zudem besteht die Option, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern.  


Dementsprechend wird sich der 18-fache französische Nationalspieler, der von Nationaltrainer Didier Deschamps nicht für den WM-Kader nominiert wurde, darauf einstellen müssen, weiterhin in Manchester zu bleiben und an sich arbeiten zu müssen. In der hochkarätig besetzten Offensive mit Spielern wie Alexis Sanchez, Marcus Rashford oder Jesse Lingard ist es allerdings alles andere als einfach, sich durchzusetzen.