​Timo Hübers gehört zu den größten Talenten bei Hannover 96 und verlängerte nach guten Leistungen in der Bundesliga-Schlussphase seinen Vertrag vorzeitig bis Sommer 2021. In einem Interview äußerte sich das Eigengewächs nun zu seinem bisherigen Karriereweg und der Vermutung, dass jemand etwas gegen sein Profidasein gehabt haben könnte.


Wie der junge Innenverteidiger im Interview mit dem Sportbuzzer erklärte, habe er seine ersten Schritt im Herrenfußball in Köln gemacht. "In Köln hat mein Kapitel Herrenfußball begonnen. Da triffst du nicht mehr auf Bubis, sondern auf echte Typen", so Hübers. Die Zeit in der Domstadt sei demnach zwar eine harte, dennoch aber sehr lehrreiche für seine weitere Entwicklung gewesen. "Da wird versucht, dich mit Sprüchen und versteckten Fouls aus der Bahn zu bringen. Ich kam gut damit klar. Eine Schambeinentzündung hat mich dann vier Monate gekostet. Eine Schambeinentzündung wünsche ich keinem. Aber ich war rechtzeitig wieder fit." 

Hannover 96 v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Kopfballduell: Hannovers Timo Hübers (u.) mit Sandro Wagner vom FC Bayern München 



Genau zu diesem Zeitpunkt rief dann ​Hannovers damaliger neuer Cheftrainer Daniel Stendel an, der ihn gerne zu den 96ern zurückholen wollte. "Er hat mich angerufen. Ich kam zurück, weil ich ein gutes Gefühl hatte. Ich denke, ich wäre gegen Kaiserslautern wahrscheinlich im Kader gewesen. Dann kam der Schockmoment mit dem Kreuzbandriss. Die schwere Verletzung kam für Hübers in einer Phase, in der er so kurz vor dem endgültigen Durchbruch zum Profi stand. "Das hat mich auch mental stark getroffen", berichtete der Defensivmann. 


Sein Profidebüt folge dann mit etwas Verspätung schließlich ein Jahr und eine Rote Karte in der Regionalliga später. "Ich habe schon gedacht, irgendwer hat was dagegen, dass ich Profi werde. Aber es ging dann schnell. Am Tag vor dem Stuttgart-Spiel, bevor wir nach Stuttgart geflogen sind, wurde mir gesagt, dass ich mich darauf vorbereiten soll. Da hatte ich richtig Herzklopfen." 


Dass er nun jüngst seinen ​neuen Vertrag bis 2021 bei seinem Klub Hannover 96 unterschrieb, freut den Youngster. "So ein Vertrag ist wichtig, weil er die Grundlage für unser Einkommen ist. Aber das Gefühl, angekommen zu sein, ist da, wenn man ins Stadion einläuft. Der Vertrag ist ein Stück Papier, aber auf dem Platz passiert plötzlich das, wovon du als Junge geträumt hast." Angst davor abzuheben hat das Eigengewächs aber nicht. Vor allem zum jetzigen Zeitpunkt will er weiter an sich arbeiten, um noch mehr zu erreichen. Der neue Vertrag ist dafür vielmehr ein zusätzlicher Ansporn"Ich bin keiner, der sagt: Ich habe fünf Spiele für Hannover gemacht, muss ein anderes Auto fahren oder zu eine anderen Klub wechseln. Ich habe außerdem Familie und Freunde, die mich ganz gut erden."