​Mit dem FC Bayern München gewannen die beiden ehemaligen Profis Xabi Alonso und Philipp Lahm einst gemeinsam Titel um Titel. Auch mit ihren Nationalmannschaften konnten sie jeweils einen WM-Titel bejubeln. In einem Interview gaben die beiden Legenden ihre Einschätzungen über die deutsche Nationalmannschaft und nannten ihre heißesten Anwärter auf den Sieg in Russland.


Mit der spanischen Nationalmannschaft und auch in seiner Zeit bei Real Madrid war Xabi Alonso äußerst erfolgreich. Neben zwei Europameistertiteln gewann der ehemalige Mittelfeldstratege 2010 in Südafrika die Weltmeisterschaft. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung zog der 114-fache Nationalspieler eine interessante Parallele. "Deutschland ist das Real Madrid unter den Nationalteams. Du musst ihnen einen Gnadenschuss verpassen, um sicherzugehen, dass sie tot sind", so der 36-Jährige. 


Dabei lobte Alonso, dass Bundestrainer Joachim Löw ein sehr flexibles System gefunden habe und "nicht nur einen Plan" hat. "Sie ändert ihr System, je nachdem, welches Interesse sie verfolgt. Die Spanier haben nur einen Plan, weil das Profil der Spieler so klar definiert ist", stellte der ehemalige Münchner die Vorteile der DFB-Elf heraus.


Dabei lobte der ehemalige Taktgeber im Mittelfeld auch die Arbeit von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der 2006 in Deutschland einiges ins Rollen gebracht habe: "Für mich war die WM 2006 die Geburtsstunde des großen Deutschlands. Da haben wir den Embryo des Weltmeisters von 2014 gesehen. Jürgen Klinsmann hat damals den Wandel herbeigeführt."

Die Favoritenrolle sieht Xabi Alonso bei der heute startenden Weltmeisterschaft in Russland dennoch eher bei der Auswahl seines Vaterlandes. Auch der ehemalige Kapitän des FC Bayern München und Weltmeister von 2014, Philipp Lahm, ist davon überzeugt, dass die Spanier zu dem Favoritenkreis gehören. Dennoch betonte der 34-Jährige, dass er keine Mannschaft sehe, die "klar besser als die deutsche" wäre, schließlich müsse man bei einer WM "Deutschland erst einmal schlagen". Neben Spanien sei zudem auch Brasilien als Titelanwärter zu nennen.