​Nationalspieler Ilkay Gündogan hat es dieser Tage nicht leicht. Nach einem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Erdogan wurde der Mittelfeldspieler im Testspiel gegen Saudi-Arabien von den deutschen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Kollege Timo Werner weiß, wie sich das anfühlt, wurde er nach seine Schwalbe gegen Schalke Ende 2016 ebenso angefeindet.


"Ich kenne das und weiß deshalb, wie es Ilkay geht", erklärte der 22-Jährige in einem Interview mit dem kicker. "Aber er ist Profi und wird es wie ich schaffen, mit Leistung die Situation wieder zu drehen." 


Der Fototermin von Ilkay Gündogan mit Türkeis Präsident Recep Erdogan kam im deutschen Fanlager nicht besonders gut an. Auch Mesut Özil nahm an dem Treffen teil, glänzte seither aber eher mit Abstinenz, sodass sich die Fan-Wut allein auf Gündogan entlud.

Timo Werner machte vor einiger Zeit Ähnliches durch. Seine dreiste Schwalbe im Bundesligaspiel gegen den FC Schalke nahmen einige Fans zum Anlass, den Nationalstürmer zu verunglimpfen. Am Ballermann machte ein wenig nett gemeinter Party-Song über Werner die Runde. Der Youngster musste sogar die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen.


Doch Werner scheint die schwierige Zeit mehr oder weniger überstanden zu haben und legt den Fokus nun auf seine erste WM-Teilnahme: "Es ist nicht wie in Leipzig überwiegend alles darauf ausgerichtet, dass ich gut in Szene gesetzt werde. Wir haben in der Nationalmannschaft auch andere Superspieler, die Spiele entscheiden können. Das nimmt mir schon mal viel Druck weg. Ich kann bei der WM eigentlich nur gewinnen."