​Im vergangenen Sommer trat Joshua Kimmich beim ​FC Bayern München das Erbe von Philipp Lahm an. Seither ist der gelernte Mittelfeldspieler als Rechtsverteidiger gesetzt. Nachwuchschef Hermann Gerland, der Jupp Heynckes in der abgelaufenen Saison als Co-Trainer zur Seite stand, sieht beim 23-jährigen Nationalspieler in einem Bereich noch Steigerungspotenzial. 


Nach seinem rund achtmonatigen Engagement als Co-Trainer widmet sich Gerland wieder seinen Aufgaben als Leiter der Nachwuchsabteilung. Am vergangenen Sonntag weilte der 64-Jährige in Leipzig, wo er die U17 im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft beobachtete. Dank eines 2:0-Erfolgs gegen ​RB Leipzig machten die Münchner den Einzug ins Finale perfekt. Im Endspiel am Sonntagnachmittag wartet ​Borussia Dortmund. Am Rande der Partie sprach Gerland auch über Kimmich, der vor seinem Wechsel zum FC Bayern zwei Jahre lang (2013 - 2015) für die 'Roten Bullen' auflief.

"Ein überragender Junge! Immer fleißig, immer voll motiviert", wird die Münchner Vereinslegende von der Bild-Zeitung zitiert. In einem Bereich hat das Eigengewächs vom ​VfB Stuttgart jedoch noch Luft nach oben. "Allerdings muss er in seinem Spiel die Balance zwischen Offensive und Defensive hinbekommen. Manchmal rennt er zu viel nach vorne – und dann fehlt hinten die Kraft", betonte Gerland. 

Real Madrid CF v FC Bayern Muenchen - UEFA Champions League Quarter Final: Second Leg

Philipp Lahm (r.) und sein Nachfolger Joshua Kimmich


Der Offensivdrang des Nationalspielers ist im Vergleich zu seinem Vorgänger wohl der größte Unterschied. Lahm lieferte in der Defensive stets hervorragende Leistungen ab, schaltete sich jedoch seltener mit nach vorne ein. Kimmich hingegen besitzt in der Defensive noch Steigerungspotenzial, glänzte in der abgelaufenen Spielzeit allerdings auch mit 23 Torbeteiligungen (sechs Tore/17 Vorlagen).