​Mit der Verpflichtung von Julen Lopetegui als neuen Chefcoach erwies Real Madrid der spanischen Nationalmannschaft vor Beginn der WM einen Bärendienst. Der Verband setzte den Coach zwei Tage vor Beginn des Turniers vor die Tür. Dabei war Lopetegui nicht einmal die erste Wahl der Königlichen.


Zunächst hatten die Hauptstädter nämlich eine prominentere Lösung auf die Nachfolge von Zinedine Zidane im Sinn. So sollte Massimiliano Allegri von Juventus Turin verpflichtet werden, doch der Italiener stand bei der "alten Dame" im Wort: "Ja Florentino Perez (Präsident von Real Madrid, d.Red.) hat mich kontaktiert", gab Allegri gegenüber Sky Sport zu. "Ich habe mich für das Interesse bedankt, ihm aber abgesagt, da ich Juventus mein Wort gegeben habe, zu bleiben. Das wollte ich respektieren."



Laut der italienischen Zeitung Gazzetta dello Sport habe der 50-Jährige ebenso Anfragen von Paris St. Germain und Arsenal erhalten. Allegri besitzt bei Juve noch einen gültigen Vertrag bis 2020, versicherte der Bianconeri zudem, dass er auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitze.


Der ehemalige Mittelfeldspieler leitet seit 2014 die Geschicke des italienischen Top-Klubs. In dieser Zeit gewann Turin vier Mal die Meisterschaft, vier Mal den italienischen Pokal und stand zwei Mal im Endspiel der UEFA Champions League, welche man jedoch gegen den FC Barcelona bzw. Real Madrid verlor.


Durch seine Erfolge machte sich Allegri zu eine der heißesten Aktien auf dem Trainermarkt. Doch der Italiener wird seinem Klub trotz der erneuten Anfragenflut wohl weiterhin treu bleiben.