Am Sonntag geht die WM auch für den Titelverteidiger los. Die Vorfreude auf das Auftaktduell mit Mexiko steigt. WM-Neuling Julian Brandt ist sich sicher, dass das DFB-Team die durchwachsene Vorbereitung vergessen lassen wird. Der 22-Jährige selbst stellt dabei keine großen Ansprüche - und will "jede Rolle annehmen".


Am Donnerstagnachmittag ist endlich Anpfiff bei der ​WM in Russland. Der Gastgeber eröffnet das Turnier im Duell mit Saudi-Arbabien. Das ​deutsche Team steigt am kommenden Sonntag ein. Wie schon beim Confed-Cup im Vorjahr trifft der Titelverteidiger in Gruppe F auf ​Mexiko (17 Uhr).


Im Finalstadion von Moskau will die deutsche Mannschaft die Zweifel aus der durchwachsenen WM-Vorbereitung beseitigen. Ausgerechnet Turnier-Neuling Julian​ Brandt schlägt vor dem Auftakt forsche Töne an. Der 22-Jährige schaffte anders als noch vor zwei Jahren bei der EM in Frankreich den Sprung in das endgültige DFB-Aufgebot. "Wir werden zum richtigen Zeitpunkt reif für die WM sein", wird er nach der Ankunft im WM-Quartier in Watutinki zitiert.

Für Brandt und Co. soll das Spiel gegen Mexiko im Olympiastadion Luschniki nicht der einzige Auftritt in der russischen Hauptstadt bleiben. Nur rund 33 Kilometer vom Finalort entfernt geht es bestenfalls noch zweimal in das größte WM-Stadion: Zu einem möglichen Halbfinale als Gruppensieger und zur endgültigen Vollendung der Mission Titelverteidigung im Endspiel. 


"Mittlerweile verspüren alle das Gefühl, dass es endlich losgehen sollte - jeder sehnt das erste Spiel herbei", berichtet Brandt von der Vorfreude im Team. "Gegen Mexiko werden wir das liefern, was man von uns erwartet", kündigt Brandt an. Im Halbfinale der "Mini-WM" im Vorjahr gelang dem DFB-Team ein souveräner 4:1-Erfolg über El Tri. Julian Brandt wurde damals rund zehn Minuten vor Schluss eingewechselt. Eine Rolle, mit der er sich auch bei seiner ersten Weltmeisterschaft anfreunden könnte.

Germany v Mexico: Semi-Final - FIFA Confederations Cup Russia 2017

Brandt (l.) im Confed-Cup-Semifinale gegen Eintracht-Mexikaner Marco Fabian (r.)



"Ich werde jede Rolle annehmen, die mir übertragen wird - und wenn ich als Joker frischen Wind reinbringen kann, werde ich das tun", bekräftigte der Offensiv-Allrounder, der wohl hauptsächlich als Backup für den gesetzten Thomas Müller auf dem rechten Flügel ins Turnier gehen wird. Brandt wäre aber auch eine offensive Option, falls Bundestrainer Joachim Löw auf eine Dreierkette in der Abwehr setzt. Dann könnte der 22-Jährige die Position auf der rechten vor den drei zentralen Verteidigern übernehmen.