Bei der Weltmeisterschaftgilt Timo Werner als größte Hoffnung im Angriff der deutschen Nationalmannschaft und ist abseits davon bei einigen Vereinen durchaus begehrt. Aufgrund der Spekulationen um einen Transfer von Robert Lewandowski wurde der 22-Jährige in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem ​FC Bayern München in Verbindung gebracht. Gegenüber der Sport Bild sprach nun Werners Berater über einen Wechsel zum Rekordmeister, der offenbar schon in der Vergangenheit interessiert war.


Erst im Februar schob ​RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick ​einem ​Wechsel von Timo Werner einen Riegel vor, doch die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang des Torjägers nehmen kein Ende - ​was der Spieler zum Teil selbst verschuldete: "Um ein Weltklassespieler zu werden, muss ich auf Klub-Ebene wahrscheinlich in einer noch besseren Mannschaft spielen. Um Weltklasse zu werden, muss man in den ganz großen Mannschaften spielen, um dann auch große Spiele zu spielen wie zum Beispiel das Finale oder Halbfinale der Champions League", sagte der Nationalspieler vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Welt.


Weltklasse seien für ihn Spieler wie Robert Lewandowski, Luis Suarez oder Antoine Griezmann. Passenderweise liebäugelt ersterer mit einem Abgang von Bayern München, wo Werner einem Bericht der Bild zufolge ausgerechnet als Nachfolger für den Polen gehandelt werde. Doch anscheinend ist es nicht das erste Mal, dass die Münchner ihre Fühler nach dem Ex-Stuttgarter ausstrecken.

VfB Stuttgart v FC Augsburg - Bundesliga

  Im August 2013 gab Timo Werner für den VfB Stuttgart sein Debüt in der Bundesliga.  Ein Jahr später stand er bereits beim FC Bayern München auf dem Zettel


"Es gab 2014, als Michael Reschke beim FC Bayern anfing, bezüglich Timo losen Kontakt nach München. Damals hätte es aber nicht gepasst, der Schritt wäre für Timo noch nicht der richtige gewesen", bestätigte dessen Berater Karlheinz Förster gegenüber der Sport Bild. Bei den damaligen Gesprächen sei jedoch "alles korrekt verlaufen" und beide Seiten hätten erkannt, dass ein Wechsel nach München zu früh gekommen wäre. Ob es vier Jahre später mit einem Transfer klappt, ließ der 59-Jährige jedoch offen: "Jetzt wollen wir erst einmal die WM abwarten." In Leipzig steht Werner noch bis 2020 unter Vertrag, Gespräche über eine frühzeitige Verlängerung blieben bislang erfolglos.


Rummenigge betont erneut: Keine Freigabe für Lewandowski


Währenddessen sprach Karl-Heinz Rummenigge nicht nur offen über ​Wechselgedanken von Jerome Boateng, sondern thematisierte erneut die Zukunft von Lewandowski. Der Vorstandsvorsitzende stellte laut Sport Bild jedoch wiederholt klar, dass der 29-Jährige in der kommenden Saison definitiv in München spielen werde: "Ich habe schon vor Wochen gesagt, ich nehme Wetten auf Lewandowskis Verbleib bei uns an – die nehme ich heute noch an."

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   Im Kreise der polnischen Nationalmannschaft bereitet sich Robert Lewandowski auf die anstehende WM vor - und wird danach aller Voraussicht nach nach München zurückkehren


Nachdem in den vergangenen Tagen vermeldet wurde, ​dass Real Madrids Interesse am polnischen Nationalstürmer wieder neu entfacht sei, folgte nun Rummenigges Dementi: "Bei beiden Spielen gab es ein Mittagessen der Klub-Verantwortlichen – und bei beiden Essen kam das Thema Lewandowski nicht ein einziges Mal zur Sprache." Bereits in der Vergangenheit habe es einen Fall gegeben, bei dem Real-Präsident Florentino Perez "größeres Interesse" an einem Akteur der Münchner gehabt habe. "Da haben wir schnell die Tür zugemacht. Aus dieser Geschichte weiß ich, er würde es offen sagen. Es würde uns aber nicht interessieren, wenn er wegen Lewandowski anfragt. Wir haben da im Verein eine klare Entscheidung getroffen – und die hat Bestand", führte der 62-Jährige fort.