​Wegen einer Stoffwechselerkrankung war Mario Götze von Februar bis Juli 2017 für gut ein halbes Jahr ausgefallen. Nur sprach der damals behandelnde Arzt in einer Dokumentation über die Hintergründe der Krankheit. 


In der DAZN-Dokumentation "Being Mario Götze" sprach Doktor Thierry Murrisch über die Gründe für die Erkrankung und die Arbeit mit Götze während dieser Zeit: "Er merkte, dass er immer schlechter wird, obwohl er mehr tut. Er fing an zu zweifeln. Dieser Zweifel ist aber keine Depression. Mario war nie beim Psychiater", wird der Arzt von der ​Bild zitiert. Daraufhin diagnostizierte Murrisch eine Stoffwechselerkrankung beim damals 25-jährigen Götze. 


Diese sei wie ein Selbstschutz des Körpers zu verstehen: "Wenn der Körper an eine Grenze kommt, dann reguliert er sich selbst. Wenn Sie zu viel trainieren mit zu wenig Regenerationszeiten, dann versucht der Körper Schäden zu vermeiden, indem er die Systeme herunterfährt, die nicht gebraucht werden. Ein Schutzmechanismus des Körpers." Diese Analyse passt auch zur Meinung Götzes über seine Erkrankung, der über die damaligen Probleme sagt: "Ich habe mich selbst körperlich überfordert. Ich wollte immer mehr machen als die anderen."


Nach der Diagnose bekam Götze Medikamente, um das Stoffwechsel-System zu stabilisieren und wieder hochzufahren, doch vor allem brauchte der offensive Mittelfeldspieler viel Ruhe und wurde deshalb komplett aus dem Training bei ​Borussia Dortmund genommen. Deshalb gab es einige Spekulationen um den Grund seines langwierigen Ausfalls. "Ich habe viel gelesen, jeder hatte eine andere Meinung und eine andere Diagnose. Aber keine war der Wahrheit nah", so der behandelnde Arzt Murrisch. 


Nach der halbjährigen Auszeit kehrte Götze im Juli letzten Jahres zur Mannschaft zurück und spielte unter dem damaligen Trainer Peter Bosz auch eine gute Rolle auf einer etwas defensiveren Position im Mittelfeld, ehe Peter Stöger die kriselnden Dortmunder übernahm und die Einsatzzeiten des 26-Jährigen wieder zurückgingen. Es dürfte also spannend zu beobachten sein, wie der kommende Dortmunder Trainer Lucien Favre mit Mario Götze plant.