Sein Abitur hat er in der Tasche, mit dem FC Bayern soll er sich bereits einig sein. Wo Sturm-Juwel Fiete Arp in der neuen Saison spielt, bleibt dennoch weiter unklar. Das Bayern-Angebot ist dem HSV derzeit noch viel zu niedrig, eine schnelle Lösung scheint nicht in Sicht. 


Einen Meilenstein hat Fiete Arp seit Anfang der Woche bewältigt: Der 18-Jährige kann hinter seiner Schulausbildung einen Haken machen und hat sein Abitur erledigt. Wo das Sturm-Juwel in der kommenden Saison Fußball spielt, ist jedoch noch nicht endgültig geklärt. Mit dem ​FC Bayern soll er sich bereits über einen Wechsel einig sein, schreibt die ​Bild.


Die Frage bleibt, ob Arp schon in diesem Sommer oder erst mit Vertragsende bei Jugendklub ​HSV ein Jahr später an die Säbener Straße wechselt? Bislang hat der Rekordmeister offenbar nur ein Angebot in Höhe von zwei bis 2,5 Millionen Euro vorgelegt - deutlich unter den Vorstellungen des HSV und auch deutlich unter den ​in den vergangenen Monaten spekulierten rund acht Millionen Euro. Sein Marktwert wird derzeit auf 7,5 Millionen Euro geschätzt (transfermarkt.de).

Allerdings hat sich der Hype um den Sturm-Youngster auch merklich gelegt. Nach zwei Toren in seinen ersten drei Bundesliga-Einsätzen wartet Arp seit Mitte November auf den nächsten Pflichtspieltreffer. Auch in seinen beiden U19-Einsätzen im April und Mai gelang Arp kein Tor. Vom Interesse der europäischen Top-Klubs ist seit Längerem nichts mehr zu hören. Die Bayern könnten sich das zunutze machen und den HSV mit ihrem niedrigen Angebot unter Druck setzen. Im Sommer 2019 würden die Rothosen gar nichts mehr kassieren.


Bayern müsste HSV entgegenkommen


Eine Lösung scheint derzeit noch nicht gefunden zu sein. Aus Sicht des HSV wäre ein Verkauf zu vernünftigen Konditionen sinnvoll, um nach dem Abstieg finanzielle Mittel frei zu machen. Zumal Arp eher nicht als gesetzter Stürmer in die Saison gehen wird. Der Bayern-Seite dürfte vor allem an der weiteren Entwicklung des 18-Jährigen gelegen sein. Die wäre bei den Bayern zunächst noch nicht optimal gegeben - Arp würde wohl mit den Profis trainieren und vorwiegend bei der U23 zum Einsatz kommen.


Eine mögliche Lösung wäre ein Leih-Modell, ähnlich wie zuletzt bei Serge Gnabry. Das könnte zu einem Liga-Konkurrenten sein, aber auch zurück nach Hamburg, wo Arp weiter sein gewohntes Umfeld vorfinden würde. 

Hamburger SV Training Session

Nach derzeitigem Stand wird Fiete Arp (v.) zum HSV-Trainingsauftakt erscheinen.



Bislang sieht alles danach aus, als würde ​Arp am 21. Juni zum HSV-Trainingsstart erscheinen. Dort wird man auf Lösungsvorschläge aus München warten. Deutlich mehr Geld oder eben eine direkte Leihe zurück könnten die HSV-Verantwortlichen von einem sofortigen Verkauf überzeugen.