Das Wunder ist perfekt: Kamil Glik wird an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland teilnehmen! Dies teilte der polnische Fußballverband am Dienstag offiziell mit. Nachdem der Abwehr-Chef Polens schon am Montagabend überraschend das grüne Licht für eine WM-Teilnahme von den Ärzten bei seinem Klub AS Monaco bekam, konnte er auch bei abschließenden Tests am Dienstag den Mannschaftsarzt Polens von seiner Einsatzfähigkeit überzeugen.​

​​Der 30-jährige Innenverteidiger zog sich eine schwere Schulterverletzung zu, laut dem Mannschaftsarzt Jacek Jaroszewski waren die Bänder "erheblich beschädigt". Man entschloss sich jedoch darauf, auf eine Operation zu verzichten und eine konservative Behandlung in Polen vorzunehmen. 


Glik weist weiterhin Muskelprobleme und Bewegungseinschränkungen auf, doch bei der WM wird er laut Jaroszewski zumindest beim dritten Gruppenspiel gegen Japan auflaufen. In den nächsten zwei Tagen wird Glik noch nicht trainieren können, aber es besteht Hoffnung auf einen Einstieg noch in dieser Woche. 


Im Verlaufe der Vorbereitung war dies das meist diskutierte Thema rund um die polnische Nationalmannschaft. Dass Glik doch noch mit dem Team in Russland spielen wird, ist spielerisch und mental eine gigantische Verstärkung.


Der leise Verlierer dabei ist jedoch Stuttgarts Innenverteidiger Marcin Kaminski. In Anbetracht der zuvor aussichtslos erscheinenden Lage von Glik galt seine Nachnominierung als sicher. Nun muss er sich aber zurückziehen.