Rund ein Jahr nach dem Wechsel zu ​Borussia Mönchengladbach kehrt Vincenzo Grifo den Fohlen schon wieder den Rücken. Den Zuschlag soll die TSG Hoffenheim erhalten, die tiefer in die Tasche greifen muss, als es Gladbach getan hat.


Im Vorjahr machte sich Borussia Mönchengladbach eine Ausstiegsklausel im Vertrag von Vincenzo Grifo zu Nutze, die bei sechs Millionen Euro lag. Beim ​SC Freiburg, für den der versierte Techniker sechs Tore und elf Vorlagen in der Saison 2016/17 beisteuerte, war man wenig begeistert von dem Verlust Grifos.


Wenig begeistert zeigt sich indes die Gladbacher Führung über die Entwicklung, die der Deutsch-Italiener am Niederrhein genommen hat. An Thorgan Hazard war für Grifo schlichtweg kein Vorbeikommen, 17 Bundesligaspiele mit vier Vorlagen stehen in seiner Saison-Vita – die Einsätze werden jedoch von acht Einwechslungen relativiert.


Nun heißt es für Grifo back to the roots. Nach Informationen des kicker befindet sich dessen ​Wechsel zur TSG Hoffenheim auf der Zielgeraden. Billig für die Kraichgauer wird dieser Transfer aber nicht werden. Gladbach gibt den Instinktfußballer nicht unter Einkaufswert ab, gemunkelt wird sogar über eine zweistellige Ablösesumme, die Hoffenheim entrichten muss.


Auch Hannover 96 war stark ​interessiert, laut dem Sportbuzzer konnte man Grifo vor allem mit einem guten sportlichen Plan beeindrucken. Doch letztlich war das von Hoffenheim angebotene Gehalt ausschlaggebend. Demnach war Hannover bereit, eine Ablöse in Höhe von neun Millionen Euro und ein Jahressalär von zwei Millionen Euro zu zahlen. 


Mit Hoffenheim verbindet Grifo einiges. 2012 wechselte er aus der U19 des Karlsruher SC in die zweite Mannschaft von ​1899. Für mehr als zwölf Profiauftritte im Dress der TSG reichte es am Ende aber nicht, den Großteil verbrachte er mit Ausleihen zu anderen Klubs. Grifo, inzwischen 25 Jahre alte, soll in Hoffenheim zu alter Stärke zurückfinden – und kann sich dort unter anderem auf seine erste Saison in der Champions League freuen.