In der zweiten Liga erwartet den Hamburger SV in der kommenden Saisoneine schwierige Aufgabe nach der anderen, dessen ist sich Trainer Christian Titz bewusst. Der 47-Jährige achtet daher bei der Sichtung nach neuem Spielermaterial auch auf körperliche Komponenten. Mit David Bates wechselt ein Spieler der härteren Gangart an die Elbe, weshalb dieser die Mannschaft noch ein Stück robuster machen wird.


David Bates war der erste Neuzugang, den der HSV noch vor Ablauf der Saison präsentierte. Der Schotte passt mit seinem Alter von 21 Jahren genau in das Muster von Christian Titz, der nach seiner Beförderung zu den Profis auf eine Mischung aus U21-Spielern und gestandenen Bundesliga-Akteuren setzte.


"David bringt in der Kombination aus Körpergröße, Geschwindigkeit, Mentalität und Verantwortlichkeit Merkmale für die Defensive mit, die dem HSV sicher guttun werden", wurde Kaderplaner und Scouting-Leiter Johannes Spors nach der Verkündung des Transfers auf der vereinseigenen Website zitiert. Der 1,93 Meter Innenverteidiger sei zudem "ein bodenständiger Typ, der seine Karriere aktiv entwickeln und dafür hart arbeiten will", was den Trainer noch mehr überzeugen dürfte.

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  In der abgelaufenen Saison absolvierte David Bates (r.) für Glasgow Rangers ingesamt 20 Pflichtspiele


Im Interview mit der Mallorca Zeitung, bei dem Titz bereits über die ​bisherige Zusammenstellung des Kaders sowie die Frage nach der Zukunft von Fiete Arp sprach, lobte er Bates als "zweikampfstarken und großen Innenverteidiger", dessen Stärken auch bei anderen potentiellen Neuzugängen von Bedeutung sein könnten. "Auch bei weiteren Transfers könnten wuchtige Spieler dabei sein, die ein anderes Element in das Team bringen. Denn in den Wintermonaten, wenn das Wetter schlechter wird, haben die technisch starken Spieler oft mit dem schlechteren Zustand der Plätze zu kämpfen. Dann sind gerade Spieler, die auch kämpferische Eigenschaften mitbringen, gefragt", führte Titz fort.


Man wisse genau, dass in der zweiten Liga "ein anderer Fußball" gespielt werde. "Wir werden auf Mannschaften treffen, die sehr körperbetont spielen. Wir haben einen spielstarken Kader und werden viele Spielanteile haben. Daher müssen wir uns darauf einstellen, dass die Gegner mit langen Bällen arbeiten und auf Standardsituationen setzen." Zwar sei man mit der bisherigen Mannschaft zufrieden, doch die Kaderplanungen seien noch lange nicht abgeschlossen: "Sicherlich wird es im Kader bis zum Saisonstart auch noch weitere Veränderungen geben."

Neben David Bates verpflichtete der HSV auch ​Angreifer Salim Khelifi von Eintracht Braunschweig, zudem verlängerte man die Verträge mit Leistungsträgern wie Gotoku Sakai, Lewis Holtby oder Aaron Hunt. Nach einigen Abgängen haben die Verantwortlichen um Sportvorstand Ralf Becker allerdings wieder ein wenig Spielraum, um weitere Transfers unter Dach und Fach zu bringen.