​Roman Abramovich ist trotz​ ​seiner Visum-Probleme nach wie vor Eigentümer des ​FC Chelsea, auch wenn er sich selbst aktuell nicht in London aufhalten kann, um die Geschicke des Fußballvereins vor Ort zu lenken. Wie die Times nun exklusiv berichtet, plante ein britischer Unternehmensgründer monatelang eine Übernahme des Abramovich-Klubs. Sein Name: Jim Ratcliffe, angeblich reichster Mann Großbritanniens.


Mit einem geschätzten Vermögen von 21,05 Milliarden Pfund zählt Sir James Arthur, genannt James, Ratcliffe zu den reichsten Menschen der Erde und gleichzeitig zum reichsten Mann Großbritanniens. Der Unternehmensgründer ist ein britischer Chemieingenieur und Vorstand des Unternehmens Ineos. Laut Times arbeitete er zwei Monate lang an einem Übernahmeangebot des FC Chelsea, das zwei Milliarden Pfund beinhaltet haben soll.

Das Angebot sei vom ​Israeli allerdings abgelehnt worden. Quellen, die den 'Blues' nahestehen, sehen die Annäherung als Reaktion auf die kürzlichen politischen Probleme an, die Abramovich mit der Justiz und seinem Aufenthalt in Großbritannien hatte. in diesem Atemzug wird die Vorgehensweise von Ratcliffe als "opportunistisch" bezeichnet. 


Doch Ratcliffe soll sein Interesse am FC Chelsea schon angemeldet haben, als Abramovich seine Probleme mit dem Visum noch gar nicht hatte. Es soll sich um ein seriöses und detailliertes Angebot gehandelt haben. Neben Ratcliffe soll es aktuell eine Reihe von Bietern geben, die den Verein gern übernehmen würden. Darunter soll auch eine chinesische Unternehmensgruppe sein. 

Ratcliffe, der im übrigen Manchester-United-Fan sein soll, besuchte eine Reihe von Spielen an der Stamford Bridge, da sich das Stadion unweit seines Hauses befindet. Im Rahmen des Geburtstages der britischen Queen wurde er jüngst in den persönlichen Adelsstand erhoben und darf sich seitdem "Sir" nennen. Es bleibt abzuwarten, wie lang Abramovich noch die Verantwortung für den Londoner Fußballklub trägt.