​Durch eine starke Saison beim ​VfB Stuttgart hat sich​ Benjamin Pavard rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft in den Kreis der ​französischen Nationalmannschaft gespielt und darf als ernsthafte Option für die Defensive mit nach Russland reisen. In einem Interview erzählte der Youngster, wie er bei der 'Equipe Tricole' aufgenommen wurde und beschrieb den lockeren Umgang mit seinen hochdekorierten Nationalmannschaftskollegen.


Als der heutige 22-Jährige sich vor zwei Jahren zu einem Wechsel zum damaligen Zweitligisten aus Stuttgart entschied, rechneten nur die wenigsten mit einem derart kometenhaften Aufstieg des variabel einsetzbaren Verteidigers. Der Umweg über das deutsche Unterhaus zahlte sich jedoch voll aus und nun gilt der Shootingstar als eines der begehrtesten Talente in Europa. Über die Entwicklung zeigte sich Pavard in einem Interview mit Sky überglücklich, stellte aber auch klar, dass ihm dies nicht einfach vor die Füße gefallen ist: "Mein Weg zeigt: Harte Arbeit zahlt sich immer aus."


Dass er bereits bei seinem ersten Länderspiel im November von seinen Teamkollegen so gut aufgenommen wurde, erklärte sich der Innenverteidiger dadurch, dass er manche Gesichter noch aus seiner Zeit in der U21 kannte. Besonderen Eindruck hinterließ bei dem VfB-Profi, dass auch die Superstars Antoine Griezmann von Atletico Madrid und Paul Pogba von Manchester United mit ihm auf Augenhöhe agierten. "Ich habe mich direkt wohlgefühlt. Paul und Antoine mögen vielleicht große Namen sein, aber sie sind total auf dem Boden geblieben. Es ist sehr einfach, mit ihnen gut klar zukommen. Die beiden kamen auf mich zu und haben mir gesagt, dass sie froh sind, mich dabei zu haben. Das hat mir natürlich sehr geholfen", so der Rechtsfuß.

Für die Endrunde in Russland sieht er sein Team sehr gut aufgestellt, auch wenn er nicht von einer Favoritenrolle sprechen will. Dennoch seien auch die Gruppenspiele gegen Peru, Australien und Dänemark "kein Spaziergang". Inwiefern der 1,86-Meter-Schlaks dabei mithelfen darf, lässt sich noch nicht abschätzen. Aktuell ist davon auszugehen, dass er sich mit einer Rolle als Back-up zufrieden geben muss. Ob er dann als Innenverteidiger oder Rechtsverteidiger eingesetzt wird, ist ihm nicht so wichtig. "Ich fordere nichts ein und gebe dort Vollgas, wo der Coach mich sehen will", erläutert der Lockenkopf.