Neuer Defensiv-Allrounder für Gladbach? Die Fohlen sollen sich nach einem Abwehrspieler von Manchester City erkundigt haben. Die Rede ist vom ehemaligen belgischen Nationalspieler Jason Denayer, der in der abgelaufenen Spielzeit mit Galatasaray die türkische Meisterschaft feierte. Nun läuft das Leih-Geschäft aus - die internationale Konkurrenz ist groß.


Borussia Mönchengladbach hat die Fühler nach Jason Denayer ausgestreckt. Das berichtet zumindest die belgische Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Demnach sei die Borussia einer von mehreren Klubs, die sich nach dem 22-Jährigen Defensiv-Allrounder erkundigt haben.

Denayer lief in der abgelaufenen Saison für den türkischen Meister Galatasaray Istanbul auf. 22-mal kam der Rechtsfuß dabei zum Einsatz, 17-mal in der Startelf. Zwischenzeitlich wurde der ehemalige belgische Nationalspieler (acht Länderspiele) von einem Oberschenkelmuskelriss zurückgeworfen. Dessen Hauptposition liegt in der Innenverteidigung, Denayer wurde in Istanbul aber auch auf beiden Außenverteidiger-Positionen und im defensiven Mittelfeld eingesetzt.


Wie Het Laatste Nieuws weiter schreibt, habe sich der 22-Jährige mit starken Leistungen und seiner Einstellung bei Galas Klubführung für eine feste Verpflichtung empfohlen. Denayer spielt nämlich nur auf Leihbasis bei den Türken, die ihn schon in der Saison 2015/16 ausgeliehen hatten. Denayers Stammklub ist seit 2013 ​Manchester City, wo er noch bis 2020 unter Vertrag steht. Damals machte er sich aus der Heimat in die Jugend der Skyblues auf und wurde seither insgesamt viermal verliehen. Neben Galatasaray spielte Denayer auch für Celtic Glasgow und AFC Sunderland. 

Da Galatasaray keine Kaufoption besitzt, scheint das Rennen um den 22-Jährigen offen zu sein. Der Belgier könne sich zwar mit einem Verbleib in der Türkei anfreunden, neben Galatasaray zeigen aber offenbar auch der FC Girona, Olympique Lyon, Olympique Marseille und Borussia Mönchengladbach ernsthaftes Interesse. Daneben soll sich auch die Roma erkundigt haben. Die Anfrage des Champions-League-Halbfinalisten sei aber nur lose gewesen, berichtet das belgische Blatt. 


Manchester fordert wohl eine Rückkaufoption


Während der 1,84 Meter große Defensiv-Allrounder in Lyon, Marseille und bei den Fohlen um Europa in Frankreich oder Deutschland spielen könnte, bliebe ihm mit Girona wohl nur die Rolle im Mittelfeld der spanischen Liga. Für den katalanischen Klub spricht allerdings die enge Verbindung zum englischen Meister. Dort teilen sich die City Football Group, zu der die Skyblues gehören, zusammen mit Pep Guardiolas jüngerem Bruder Pere die Mehrheitsanteile (insgesamt 88,6 Prozent) des Klubs. 


Die von Manchester City geforderte Ablöse soll bei zehn Millionen oder weniger liegen - und würde damit für keinen der genannten Vereine eine große Hürde darstellen. Einzige Bedingung der Citizens sei aber eine Rückkaufklausel. Ein Deal mit Girona wäre damit wohl am einfachsten zu realisieren. Für Denayer selbst geht es darum, sich wieder für das belgische Nationalteam zu empfehlen. Bei der EM in Frankreich stand der 22-Jährige noch im Kader der roten Teufel. Sein letztes Länderspiel absolvierte er beim Viertelfinal-Aus gegen Wales, als er 90 Minuten als Innenverteidiger zum Einsatz kam. Die WM in Russland muss er dagegen vor dem Fernseher verfolgen.