​Als Bundestrainer Joachim Löw am Montag den endgültigen Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Russland bekanntgab, fehlte für viele überraschend der Name Leroy Sane. Nach einer starken Saison entschied sich der Weltmeistertrainer gegen den Shootingstar von Manchester City und musste dafür viel Kritik einstecken. Assistenz-Coach Miroslav Klose verteidigte nun den Nationaltrainer und nannte die Gründe für die Entscheidung.


Zuletzt bereitete sich 'die Mannschaft' in ihrem Trainingslager in Eppan auf die Endrunde vor. Auf der finalen Pressekonferenz vor der Abreise zum Testspiel gegen Saudi-Arabien äußerte sich der ehemalige DFB-Stürmer und jetzige Offensivcoach zur Causa Sane. "Leroy weiß, dass er unheimlich talentiert ist, dass er eine Schnelligkeit mitbringt, die man selten irgendwo sehen kann. Er bringt sie in der Premier League rüber. Aber wenn man ganz ehrlich ist: Er hat viele Spielmomente bei uns im Training und in den Spielen gehabt, aber er kann bei uns nicht so oft zünden wie in der Premier League", so der 39-Jährige.


Dennoch traut der WM-Rekordtorjäger dem jungen Offensivspieler eine goldene Zukunft zu. Dabei lobte der ehemalige Nationalspieler auch die positive Einstellung des 22-Jährigen: "Es war eine ganz knappe Entscheidung. Er nimmt das sehr positiv an. Er weiß, dass er daraus seine Schlüsse ziehen muss, woran es gehapert hat. Aber ich bin guter Dinge, dass er daraus lernen wird."

Darüberhinaus betonte Klose ausdrücklich, dass die Entscheidung des Trainerstabs nicht zwingend gegen den Tempodribbler aus der Premier League gefallen war, sondern für dessen Kontrahenten Julian Brandt, der sich die Weltmeisterschaft verdient hat. Bereits bei der Bekanntgabe der Entscheidung hatte auch Joachim Löw klar gestellt, dass Sane nach der WM wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurückkehren wird und die Möglichkeit bekommt, sich weiter zu empfehlen.