​Durch den Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den ​F​C Bayern München hat sich Eintracht Frankfurt auf den letzten Drücker für die Europa League qualifiziert. Um auch in Zukunft mit der nationalen und internationalen Konkurrenz Schritt halten zu können, planen die Hessen eine digitale Offensive. Dafür ist der Verein bereit, 30 Millionen Euro zu investieren. 


Als die Eintracht 2005 den großen Videowürfel über dem Rasen präsentierte, sorgten sie dadurch mancherorts für Staunen. Mittlerweile lässt die Bildqualität auf der Anzeigetafel jedoch arg zu wünschen übrig. Auch dass man bei den Frankfurtern noch immer nur mit Bargeld zahlen kann, freut zwar die Traditionalisten, soll aber in Zukunft ebenfalls abgeändert werden.


Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag erklärte Vorstandsmitglied Axel Hellmann die geplante Vorgehensweise. Unter dem Motto "digitale Ausleuchtung des Stadions", wolle man 30 Millionen Euro in die Digitalisierung stecken. Voraussetzung für dieses Vorhaben sei jedoch, dass die Stadt Frankfurt einwilligt, der Eintracht, nach Ablauf des Mietvertrags im Jahre 2020, das Stadion zu übergeben. Zudem sieht Hellmann die Stadt in der Pflicht in "Beton zu investieren", sprich den Stadionausbau auf 60.000 Plätze voranzutreiben.

Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, gehen die 'Adler' eine Kooperation mit dem TechQuartier ein, welches bereits viele Startup-Unternehmen mit ihrem Know-how unterstützt hat. "Wie aus allen Lebensbereichen ist die Digitalisierung auch aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Als mittelständisches Unternehmen der Region bietet uns der Dialog mit Startups Chancen für die eigene Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig fördern wir Gründer bei der Umsetzung interessanter Geschäftsideen und machen so den Standort attraktiv für Startups. Das alles ist Teil unseres Unternehmensziels, der digitalste Bundesligist zu werden", so der 46-Jährige.