Neue Details zum Delaney-Transfer zum BVB: Werder Bremen hat sich offenbar eine Beteiligung an einem möglichen Weiterverkauf des Dänen zusichern lassen. Die 20-Millionen-Euro Ablöse kann zudem noch durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen steigen. Im Gegenzug muss Werder allerdings auch drei Millionen Euro an Delaneys Ex-Klub FC Kopenhagen abtreten. 


​Der Transfer von Thomas Delaney ist fix. Der BVB zahlt rund 20 Millionen Euro an Werder Bremen und stattet den dänischen Mittelfeld-Motor mit einem Vertrag bis 2022 aus. Sechs Millionen Euro jährlich soll der 26-Jährige bei den Schwarz-Gelben kassieren. Seine Abkehr vom Traum von der Premier League beschert Delaney wohl eine Verdreifachung seines Salärs an der Weser.

"Es war eigentlich immer ein großer Wunsch von mir, einmal in der englischen Premier League zu spielen, und ich hatte auch Angebote. Aber als Borussia Dortmund sich jetzt gemeldet hat, musste ich nicht lange überlegen. Das Stadion ist das beste in ganz Europa“, beteuerte der dänische WM-Fahrer. In Dortmund erklingt für ihn nun wieder die Champions-League-Hymne, die er schon zuvor beim FC Kopenhagen regelmäßig hören konnte. 


Ablöse für Delaney kann noch steigen


Delaneys dänischer Jugendklub dürfte sich ebenfalls über den Transfer freuen. Der FCK kassiert 15 Prozent der Ablöse und nimmt damit eine Million mehr ein, als beim ursprünglichen Verkauf im Januar 2017 an Werder. In Bremen hat man sich ein ähnliches Modell zusichern lassen: Auch die Grün-Weißen vereinbarten eine Klausel mit dem BVB, nach der man wohl mit zehn bis 15 Prozent an einem eventuellen Weiterverkauf partizipiert, schreibt die ​Deichstube. Zusätzlich würden weitere Bonuszahlungen hinzukommen, wenn sich die Borussia mit Delaney für die Königsklasse qualifiziert oder gar nach einem Titel greift. Zwei bis drei Millionen Euro könnte die Ablöse dadurch noch steigen. 

Auch deshalb bedauerte Werder-Manager Frank Baumann den Abgang des beliebten Dänen zwar, erklärte im Interview auf der Vereinshomepage aber auch: "Alles ist aufgegangen." Der Plan, den Klub und Spieler vor eineinhalb Jahren geschmiedet hatten, habe voll funktioniert, so Baumann weiter. Der beteuerte zudem, dass der Prozess des Wechsels "authentisch, ehrlich und glaubwürdig“ abgelaufen sei. 


So wird am Ende aus ​Delaneys "Bärendienst" mit seinen öffentlich bekundeten Premier-League-Traum, doch noch eine Situation, die für alle Beteiligten zufriedenstellen über die Bühne gegangen ist.