Unlängst deutete vieles noch auf einen Wechsel von Pascal Köpke zu ​Hannover 96 hin. Der Transfer kommt nun aber nicht zustande. Die Schuld dafür sucht 96-Boss Martin Kind bei Pascals berühmtem Vater, Andreas Köpke.


In zweieinhalb Jahren beim FC ​Erzgebirge Aue wusste Pascal Köpke vollauf zu überzeugen. Insgesamt 31 Tore und zwölf Vorlagen in 86 Pflichtspielen lassen erahnen, wie wichtig der Angreifer für die Sachsen ist. Kein Wunder also, dass Klubs von anderem Kaliber die Fährte aufgenommen haben.


Dem Vernehmen nach stand Köpkes Wechsel zu Hannover 96 unmittelbar bevor, mit den Roten soll sich der 22-Jährige bereits einig gewesen sein. Der Transfer geht aber nicht über die Bühne, ​Hertha BSC sichert sich aller Voraussicht nach den Torriecher des gebürtigen Hanauers. 


In Hannover ist man ziemlich verärgert über die Transferabsage, an der offenbar Andreas Köpke, Pascals Vater und Bundestorwarttrainer, eine gewisse Mitverantwortung trägt. „Pascals Vater hat ihn immer betreut“, wird 96-Vereinschef Martin Kind in der Bild zitiert. Papa Andreas soll trotz 96-Zusage immer wieder eingegriffen haben. „Ja, ich habe diese Information“, so Kind.


„Vom Niveau und vom Stil her muss man es kritisieren“


Kind: „Väter haben manchmal ihre eigenen Vorstellungen. Vielleicht wäre es angemessener, sich als Vater da etwas defensiver in Dinge einzubringen.“ ​Bei der Hertha soll Köpke einen bis 2022 datierten Vierjahresvertrag unterzeichnen. Kind echauffiert sich derweil in Rage.


„Vom Niveau und vom Stil her muss man es kritisieren“, sagt der 74 Jahre alte Hannover-Manager. „Pascal Köpke hatte sich eindeutig für uns festgelegt. Aber die Liebe zu Hertha scheint jetzt doch größer zu sein. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der mich nachdenklich macht.“ Alle Aufregung nützt aber nichts, denn Köpke geht in der neuen Saison wohl für die Hertha auf Torejagd.