Bekanntlicherweise nimmt ab der Saison 2018/19 Niko Kovac auf dem Trainerstuhl des FC Bayern Platz. Bevor der Rekordmeister die Verpflichtung bekanntmachte, gab es zahlreiche gehandelte Kandidaten. Einer, der nicht genannt wurde, war Adi Hütter; der sich jedoch ebenfalls auf der Münchner Watchlist befand.


Jupp Heynckes hatte bereits während seines Amtsantritts im Oktober betont, er würde nicht länger als bis zum Ende der Saison Trainer des ​FC Bayern sein. Gesagt, getan. Vor Wochen präsentierte der Münchner Nobelklub Niko Kovac als Nachfolger des 73-jährigen Fußballlehrers – und doch hätte alles ganz anders kommen können.


Denn Adi Hütter, ​der bei Eintracht Frankfurt die Kovac-Nachfolge antritt, stand ebenfalls auf der Liste der Bayern. „Bei der Aufsichtsrats-Sitzung vor einer Woche saß Adi Hütter neben mir. Als ich in die Runde geschaut habe nach seiner Vorstellung, blickte ich in zufriedene Gesichter“, wird SGE-Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing in der Bild zitiert. „Außerdem habe ich mit Uli Hoeneß am Rande des Pokalfinales gesprochen. Der sagte zu mir: ,Wir hatten den auch auf dem Radar.‘ Das hat mich gewundert – aber auch gefreut.“

Für einiges an Wirbel sorgte am Ende die Bekanntmachung, dass Kovac künftig die Bayern trainiert. „Niko ist die beste Lösung für Bayern in dieser Situation“, nimmt Steubing Stellung. „Niko holte den Pokal mit einem Underdog – das wird ihm beim Start helfen.“ 2,2 Millionen Euro Ablöse zahlt der FC Bayern für seinen ehemaligen Spieler.


An der Säbener Straße werde es schwer für Kovac, sagt Steubing. Bei der ​Eintracht sei Kovac ein Teil des Teams gewesen, das die Mannschaft zusammenstelle, bei den Bayern laufe dies anders. „Dort steuern Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge das gesamte Vertrags- und Transfer-Business.“ Bei den Bayern gebe es aber trotz allem keine Entschuldigung „wenn das Team nicht fit und erfolgreich ist“, so Steubing.