​Am Mittwoch bestätigte der​ SV Werder Bremen, dass Jerome Gondorf den Verein verlässt und zum ​Sportclub aus Freiburg wechselt. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen die Grün-Weißen 1,3 Millionen Euro für die Dienste des Mittelfeldspielers aus dem Breisgau erhalten. Doch der sportliche Verlust bleibt immens. 


Gondorf, der unauffällig auffällige. In 23 Pflichtspielen konnte der 29-Jährige vier Torbeteiligungen nachweisen und spielte 71% seiner 238 abgegebenen Pässe an den Mitspieler. Zudem erwies er sich als ein Kämpfer par excellence, der sich nicht für die Bank zu schade war.

SV Werder Bremen II v SpVgg Unterhaching - 3. Liga

Rückt in den Fokus: Idrissa Toure


Doch sein sportlicher Status wurde Werder zum Verhängnis. Gondorf wurde des Öfteren erst während der laufenden Begegnung eingewechselt, war aber direkt von 0 auf 100 voll dabei. Er sorgte dafür, dass von der Bank im Mittelfeld noch einmal ordentlich Qualität nachkommen konnte. Doch dieses Privileg haben die Bremer nun erstmal nicht mehr. Um in der Bundesliga als Stammkraft aufzutreten, hat sich Gondorf für einen Wechsel entschieden. 


Zwar verfügt Werder in der kommenden Saison mit Ole Käuper und Idrissa Toure über zwei Spieler, die seine Rolle als Back-Up einnehmen könnten, jedoch sind die beiden Akteure noch jung und haben kaum bis gar keine Erfahrung im Profi-Fußball. Deswegen möchte Werder nach Informationen von MeinWerder noch zwei neue Spieler für die Position im zentralen Mittelfeld holen. Sinnvoll, wenn man bedenkt, dass ​Thomas Delaney kurz vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund steht und somit eine weitere Alternative auf der Position weg fällt. Jedoch wird es schwer sein, einen Spieler zu verpflichten, der sich auch mit der Rolle des Rotationsspielers ohne zu meckern anfreundet.

So einen zu finden, das ist die schwere Aufgabe für Manager Frank Baumann. Ob die auswärtigen Nachfolger dann ähnlich wie Gondorf auftreten, bleibt abzusehen. Für Werder steht jedoch fest, dass der Gondorf-Deal mehr wehtut, als es aussieht.