​Die polnische Nationalmannschaft muss bei der ​Weltmeisterschaft in Russland auf einen ihrer wichtigsten Spieler verzichten. Abwehrboss Kamil Glik verletzte sich bei einer Trainingseinheit und wird sich einer Operation unterziehen müssen. Für den Innenverteidiger wird voraussichtlich der Stuttgarter Marcin Kaminski mit zur Endrunde reisen.


In der WM-Qualifikation kam der 30-Jährige in neun Spielen zum Einsatz und sollte auch in Russland die zentrale Rolle in der Dreier-Abwehrkette der Polen spielen. Am Montag wurde der 58-fache Nationalspieler zunächst in das ​endgültige WM-Aufgebot berufen, nur wenige Stunden später verletzte sich der Profi der AS Monaco jedoch bei einer Trainingseinheit.


Der Defensivspieler prallte beim Fußballtennis nach einem verunglückten Fallrückzieher auf seine Schulter. Nach eingehenden Untersuchungen verkündete Verbandschef Zbigniew Boniek bereits am Dienstag die traurige Nachricht, dass sich der Routinier einer Operation unterziehen muss und für längere Zeit ausfallen wird.


Von der schweren Verletzung von Glik profitiert nun Marcin Kaminski. Der Stuttgarter war zunächst aus dem endgültigen Aufgebot der 'Biało-Czerwoni' gestrichen wurden, darf nun aller Voraussicht nach, aufgrund der unvorhersehbaren Verletzung seines Nationalmannschaftskollegen, nun doch mit nach Russland reisen. Eine offizielle Bestätigung soll am Donnerstag erfolgen.

Beim ​VfB Stuttgart kam der 26-Jährige in der Rückrunde unter Trainer Tayfun Korkut nur noch selten zum Einsatz. Zumeist durfte der fünffache polnische Nationalspieler nur in den letzten Spielminuten mithelfen, knappe Führungen über die Ziellinie zu retten. In der Qualifikation kam der Innenverteidiger kein einziges Mal zum Einsatz. Sein letztes Länderspiel bestritt Kaminski am 23. Februar beim Freundschaftsspiel gegen Nigeria.