Seit einigen Tagen ist die Zukunft von Stürmer Robert Lewandowski das vorherrschende Thema, wenn es um den ​FC Bayern München geht. Der Pole wolle noch einmal "eine neue Herausforderung" und den Rekordmeister daher umgehend verlassen. Auch Mats Hummels kennt solche Gedankenspiele, sieht die Thematik jedoch gelassen und sprach gegenüber der Sport Bild selbst noch einmal über einen möglichen Wechsel ins Ausland.


Fast täglich gibt es ein neues Update im Fall Robert Lewandowski. Der 29-Jährige, der sich derzeit bei der polnischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft vorbereitet, scheint einen Wechsel in diesem Sommer forcieren zu wollen. Allen voran ​Real Madrid gilt seit langem als Wunschziel des Stürmers, doch eigentlich nahmen die Königlichen - nicht zuletzt wegen Zinedine Zidane - Abstand von einem Transfer. ​Vor wenigen Tagen legte der einstige Weltfußballer sein Traineramt jedoch nieder, weswegen Lewandowski nun doch wieder ​eine ernsthafte Rolle in den Planungen des 13-fachen Champions League Siegers spiele.  


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Die Verantwortlichen der Münchner wahren jedoch die Ruhe und scheinen ihren Torjäger nicht ziehen lassen zu wollen, auch wenn zuletzt vermeldet wurde, ​dass man ab einer Summe von 200 Millionen Euro gesprächsbereit sei. Nun äußerte sich auch Mannschaftskollege Mats Hummels zur Causa und blieb gewohnt gelassen: "Ich sehe in dem Thema keine große Dramatik", so die Ansicht des Innenverteidigers. Werde man Lewandowski ein Wechsel-Verbot erteilen, so werde er bleiben. Würde man einem Verkauf zustimmen, "dann", sagt Hummels, "schauen wir mal, was passiert." 


In den vergangenen Tagen sprachen auch ​Jerome Boateng und ​David Alaba über einen Vereinswechsel - wenn, dann ebenfalls in Richtung Ausland. Mit diesen Gedanken sei Hummels vertraut und kenne diese aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund. "Ich hatte diese Gedanken auch, war unter anderem 2015 eng mit Manchester United im Austausch. Damals war ich kurz davor, ins Ausland zu gehen. 2016 gab es auch verschiedene Möglichkeiten. Es wäre nicht richtig zu sagen, dass ich mich nicht damit beschäftigt habe. Das war schon interessant. Aber wir sind einfach nie zusammengekommen."

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

 Um Robert Lewandowski ranken sich derzeit viele Gerüchte. Dennoch scheint ein Verbleib nicht ausgeschlossen


Vor zwei Jahren erfolgte dann der Schritt zurück in seine Münchner Heimat, nachdem er vor zehn Jahren erstmals zum BVB wechselte. Bei den Bayern steht er noch bis 2021 unter Vertrag, einen vorzeitigen Abgang kann er sich dabei nicht vorstellen: "Ich muss nicht auf Teufel komm raus noch mal ins Ausland."


Unruhe schlecht für Kovac? Hummels glaubt nicht daran


Sollten Karl-Heinz Rummenigge & Co. hart bleiben, dürfte Lewandowski auch nach der WM weiterhin in München verweilen. Doch der Angreifer könnte, wie bereits schon zum Ende der abgelaufenen Saison, Unruhe in die Mannschaft einbringen, was für den künftigen Trainer, Niko Kovac, kein leichter Einstieg bedeuten würde. Doch die mangelnde Erfahrung des 46-Jährigen sieht Hummels nicht als Nachteil, wenn es darum geht, als Autorität vor der Mannschaft aufzutreten: "Ein Trainer ist immer mein Boss, egal wie gut oder schlecht das Verhältnis ist. Meine Beziehung zu Jürgen Klopp war unfassbar herzlich, aber er war mein Chef. Als er unser Trainer in Dortmund wurde, war es nie ein Thema, dass er vorher keine Titel gewonnen hatte, ja noch nicht einmal ein Spiel in der ersten Liga bestritten hat."

Eintracht Frankfurt Celebrates Winnning The DFB Cup

  Ab Juli beim FC Bayern tätig: Niko Kovac


Zudem habe Kovac bereits Erfahrungen in Frankfurt gesammelt, als er den dortigen Mannschaftskader binnen zwei Jahren zu einer geschworenen Einheit formte. Wenn Hummels sehe, "wie es Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt mit einer – zumindest nach außen – schwierigen Konstellation hinbekommen hat", könne er nur den Hut vor dem neuen Trainer ziehen. "Deswegen denke ich, dass das bei uns auch so sein wird", fügte er abschließend an.