Real Madrid tut sich mit der Nachfolger-Suche für Zinedine Zidane schwer. Top-Kandidat Mauricio Pochettino dürfte kaum von den Tottenham Hotspur loszueisen sein. Aufgeben wollen die Königlichen im Werben um den Argentinier dennoch nicht. Jürgen Klopp wurde derweil als Nummer-zwei-Ziel auserkoren. Aber auch der Liverpool-Coach wird wohl nicht zu bekommen sein. Die Chancen einer internen Lösung könnten deshalb steigen.


Der ​Rücktritt von Zinedine Zidane kam für die Real-Verantwortlichen um Präsident Florentino Perez völlig überraschend - und setzt die Königlichen gehörig unter Zugzwang. Denn die Suche nach einem Nachfolger für den Erfolgscoach gestaltet sich äußerst schwierig. Das liegt an dreierlei Gründen: Zunächst kommen für Real nicht viele Kandidaten infrage, was zu den weiteren Problemen führt. Zum einen ist der Zeitpunkt denkbar ungünstig. Nach Saisonende sind die wichtigsten Personalentscheidungen bei den meisten Spitzenklubs schon entschieden. Zum anderen folgt daraus, dass die Madrider Wunschziele gebunden sind.

Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino etwa, die kolportierte Nummer eins auf der Liste der möglichen Zidane-Nachfolger. Der 46-jährige Argentinier hatte eine Woche zuvor seinen Vertrag bei den Spurs um fünf weitere Jahre verlängert, ohne eine Ausstiegsklausel zu integrieren. Ähnlich sieht es bei Jürgen Klopp aus, der nach er Absage von Bundestrainer Joachim Löw und ​Juve-Coach Massimiliano Allegri die Nummer zwei auf der Liste sein soll.


In Liverpool steht Klopp noch vier weitere Jahre unter Vertrag. Nach der bitteren Niederlage im Champions-League-Finale dürfte er seine Mission an der Anfield Road ohnehin noch nicht als beendet sehen. Die amerikanischen Klubeigner werden zudem einen Teufel tun und den beliebten Reds-Manager ziehen lassen. 


Real hofft weiter auf Pochettino - oder gibt es doch die interne Lösung?


Aufgeben wolle man gerade Pochettino dennoch nicht, schreibt die Marca​Der Argentinier scheint dem Real-Job nicht abgeneigt zu sein, will aber wohl sein Verhältnis mit den Tottenham-Verantwortlichen nicht belasten, falls es nicht zu einem Wechsel kommt. Einige Real-Stars sollen derweil Kontakt mit dem 46-Jährigen aufgenommen haben, berichtet El Chiringuito TV.


Ob das Auswirkungen auf die harte Linie der Tottenham-Verantwortlichen hat, bleibt zweifelhaft. Verhandlungen zwischen den beiden Klubs haben eine gewisse Tradition: Luka Modric und Gareth Bale fanden erst nach langem Hick-Hack den Weg ins Bernabeu. Ähnliches würde bei Pochettino drohen, befürchte man in Madrid. Torjäger Harry Kane soll man deshalb bereits aufgegeben haben. Spurs-Eigner ​Daniel Levy gilt als knallharter Verhandlungspartner.


Alles Argumente die nach einer internen Lösung schreien und die Aktien von Guti steigen lassen. Der Ex-Profi trainiert derzeit noch die U19 der Königlichen und wurde von Beginn an im engen Kandidatenkreis genannt. Bei Real könnten sie hoffen, dass der 41-Jährige einen ähnlichen Weg wie Zidane einschlägt.