Nach seinem erzwungenen Wechsel zum ​FC Barcelona ​ließen die Leistungen von Ousmane Dembélé deutlich zu Wünschen übrig. Der 21-Jährige kam in seiner ersten Saison unter Ernesto Valverde nur selten zum Einsatz und wurde viel kritisiert, doch aufstecken will er noch lange nicht. Wie Mundo Deportivo berichtet, wolle Dembélé auch nach der Weltmeisterschaft bei den Katalanen bleiben und sich in der neuen Saison einen Stammplatz erarbeiten.


Für 105 Millionen Euro wechselte Ousmane Dembélé im vergangenen Sommer von ​Borussia Dortmund zum FC Barcelona, nachdem der Brasilianer Neymar den Katalanen überraschenderweise den Rücken kehrte und zu Paris St. Germain wechselte. Durch mögliche Bonuszahlungen kann sich die Ablösesumme auf bis zu 147 Millionen Euro erhöhen, doch allzu viel musste der spanische Meister noch nicht nachzahlen. 


Aufgrund der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League gingen erneut zehn Millionen Euro in Richtung Dortmund, mehr kam noch nicht zustande. Dies hängt allerdings auch mit Dembélés Verletzungshistorie zusammen. Der Flügelspieler erlitt im September einen Muskelriss im Oberschenkel, nach seiner Rückkehr im neuen Jahr verpasste er sieben weitere Pflichtspiele - erneut wegen einer Muskelverletzung.

Getafe v Barcelona - La Liga

    Immer wieder die Muskulatur: In den vergangenen Monaten wurde Ousmane Dembélé (Mitte) ein ums andere Mal von Verletzungen zurückgeworfen


Insgesamt sammelte der französische Nationalspieler im Trikot des FC Barcelona nur 23 Einsätze, glänzen konnte er dabei nur selten. Der BVB würde nach dem 25. Pflichtspiel Dembélés weitere fünf Millionen Euro kassieren, weitere Gelder folgen nach der 50., der 75. oder 100. Partie. Damit dürfte sich der 21-Jährige kaum beschäftigen, doch auch an ihm ging die vergangene Spielzeit nicht spurlos vorbei: "Es war eine schwierige Saison mit vielen Verletzungen", resümierte er sein erstes Jahr in Barcelona, wo er vollstes Vertrauen genießt. ​Nachdem in den vergangenen Wochen immer wieder über einen Wechsel spekuliert wurde, machte Klubpräsident Josep Bartomeu deutlich, ​dass man weiterhin mit dem Rechtsaußen plant.  


"Wir werden sehen, wie es im nächsten Jahr laufen wird. Ich hatte nie Zweifel, aber es ist wahr, dass es komplizierte Momente gab. Ich werde noch stärker zurückkommen und meine Qualität in Barcelona unter Beweis stellen", kündigte Dembélé, der wisse, dass er sich verbessern müsse, selbstbewusst an. Dennoch sei es ein lehrreiches erstes Jahr in Spanien gewesen: "Ich habe viele taktische Dinge gelernt und an meiner Defensivarbeit gearbeitet. Ich verteidige hier viel, auch wenn wir Ballbesitz haben, da es wichtig ist, ihn nicht zu verlieren. Du musst sehr vorsichtig sein. Barca ist eine Mannschaft, die zusammen agieren muss."

Aktuell verweilt er jedoch bei der französischen Nationalmannschaft, mit der er bei der ​Weltmeisterschaft in Gruppe C auf Australien, Peru und Dänemark trifft. Bei der 'Équipe Tricolore' wird er gemeinsam mit Antoine Griezmann auf Torejagd gehen, der seit Monaten mit einem ​Wechsel nach Barcelona in Verbindung gebracht wird. Dembélé würde einen Transfer jedenfalls begrüén : "Wir haben mit Antoine nicht viel darüber gesprochen, aber wenn er zu Barca kommen würde, wäre es außergewöhnlich. Er ist ein toller Stürmer und würde uns sehr helfen."