Der neue VfL-Manager Jörg Schmadtke hat Stellung zu den Transfergerüchten um Joshua Guilavogui und den Brasilianer Malcom bezogen. Während Schamdtke Guilavogui gerne halten würde, dementiert er Kontakte zu Malcom. Der Rechtsaußen steht ohnehin vor einem Wechsel zu Inter Mailand.


Beim VfL Wolfsburg hat Jörg Schmadtke seinen Dienst aufgenommen. Der neue Geschäftsführer Sport hat gleich alle Hände voll zu tun. Das Ziel: Die Wölfe mit einer Neuausrichtung wieder in der Bundesliga zu stabilisieren. Den eigenen Ansprüchen nach und gemäß der finanziellen Möglichkeiten durch die VW-Millionen sieht sich der VfL mittelfristig wieder im oberen Tabellendrittel der Bundesliga.

Die Realität beim deutschen Meister von 2009 und Pokalsieger von 2015 war in den vergangenen beiden Jahren allerdings eine gänzlich andere. Zweimal gelang der Klassenerhalt erst in der Relegation. Unruhe im Klub und falsche Transfer-Entscheidungen waren nur zwei der Gründe für die beiden Seuchen-Jahre. Auch deshalb verkündete Schmadtke direkt, dass es "​grundsätzlich keine unverkäuflichen Spieler" gebe. "Man muss ja immer abwägen. Wenn es bombastische Angebote gibt, hört man sich das natürlich an“, erklärte er gegenüber der Bild.


Schamdtke merkte allerdings auch an, dass es Spieler gebe, "die lässt man lieber gehen und andere, die lässt man nur ungern ziehen". Zu letzterer Kategorie zählt der 54-Jährige Josuha Guilavogui. Der 27-jährige Franzose trägt seit 2014 das Wölfe-Trikot und hat darin schon die glanzvollen Champions-League-Zeiten des Klubs erlebt. In der entscheidenden Schlussphase der abgelaufenen Spielzeiten zeigte Guilavogui seine Bedeutung für das Team und ging als Führungsspieler voran. "Ich finde, er ist ein guter Spieler, der nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz unglaublich wichtig ist. Es wäre aus meiner Sicht daher gut, wenn wir die Zusammenarbeit fortführen, was sein Vertrag ja auch hergibt", so Schmadtke zu Sportbuzzer.

Guilavoguis Arbeitspapier läuft noch bis 2020. Darin soll allerdings eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro verankert sein. ​Benfica Lissabon hat laut Berichten aus Portugal bereits die Fühler ausgestreckt. "An mich ist noch keiner herangetreten und hat nach diesem Spieler gefragt", bekräftigte Schamdtke. Sicher sein, bei seinem Wunsch den Franzosen zu halten, kann er aber nicht. Ist Benfica bereit die Klausel zu bezahlen, könnte Guilavogui durchaus den Absprung machen.


Eine mögliche 20-Millionen-Euro-Ablöse wird dann aber wohl nicht in den Brasilianer Malcom investiert. Wie die L’Équipe berichtet hatte, ​sei der VfL bereit, 25 Millionen Euro für den brasilianischen Rechts​außen zu bieten. Der 21-Jährige wird schon seit gut einem Jahr in ganz Europa gehandelt - auch beim FC Bayern wurde er thematisiert. Wolfsburg wollte ihn angeblich schon vergangenen Sommer verpflichtenUlrich Ramé, technischer Direktor von Malcoms aktuellem Klub Girondins Bordeaux, bestätigte nun das Wolfsburger Werben: "Das ist einer der Interessenten. Aber auch andere große Klubs sind hinter ihm her.“ 


Malcom vor Inter-Wechsel


Die Franzosen fordern wohl 40 bis 50 Millionen Euro für den zwölffachen Torschützen der abgelaufenen Ligue-1-Saison. Sein Vertrag beim Tabellensechsten ist noch bis 2021 gültig. "Ich weiß nicht, wer den Kontakt aufgebaut hat, ich habe es nicht gemacht. Ich gehe davon aus, dass keiner Kontakt aufgebaut hat, deswegen wundere ich mich ein wenig über diese Aussage", verweist Schamdtke die angebliche VfL-Offerte ins Reich der Fabeln. 

Das Schmadtke-Dementi passt zu einem ​Bericht des italienischen Transferexperten Gianluca Di Marzio. Der schreibt, dass es bereits ein Treffen zwischen Inter-Verantwortlichen, Bordeaux-Präsident Jean-Louis Triaud und dem Berater von Malcom gegeben habe. Die Zusage von Malcom habe die Nerazzurri demnach bereits erhalten, nun ginge es lediglich noch um die Ablöse. Inter biete 40 Millionen Euro, Bordeaux fordere bislang noch 50 Millionen Euro.