Schalke sucht den Meyer-Erben: Ein Überblick zu den gehandelten Kandidaten

Beim FC Schalke will man auf der Suche nach einem möglichen Nachfolger für Max Meyer nichts überstürzen. Manager Christian Heidel betonte zuletzt, dass man den Markt zunächst noch ein bisschen beobachten wolle. Den Spekulationen um einen neunen defensiven Mittelfeldspieler tut das keinen Abbruch - Namen wurden schon zuhauf genannt.


Ein Überblick zum derzeitigen Stand der Schalker 6er-Suche:

8. Mateo Kovacic

Der jüngste Name wurde aus Spanien ins Spiel gebracht. Und zwar kein geringerer als der kroatische Nationalspieler Mateo Kovacic von Real Madrid. Bei den Königlichen fristet der 24-Jährige zwar ein Reservisten-Dasein, steht aber auch noch bis 2021 unter Vertrag. Wie die Marca berichtet hatte, sei Schalke in der Pole-Position um die Dienste des Mittelfeldspielers. Angesichts eines von Real aufgerufenen Preises von 50 Millionen Euro kaum vorstellbar. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sagte nach seiner Wiederwahl am vergangenen Sonntag, dass man "nicht verrücktspielen" dürfe. Transfers solcher Größenordnungen seien auszuschließen.


Tendenz: Entsprechend verschwindend Gering ist auch die Chance auf die Verpflichtung von Kovacic. Einzige Chance wäre ein Leihgeschäft, bei dem sich der Kroate auf Schalke für höhere Aufgaben bei den Königlichen empfehlen könnte. Das Gerücht aus Spanien scheint aber eine Ente zu sein.

7. Omar Mascarell

Ende Mai hatte die Sportbild über das Schalker Interesse an Frankfurt-Leihgabe Omar Mascarell berichtet. Der 25-jährige Spanier fiel zwar weite Teile der Saison wegen Achillessehnenproblemen aus, wäre aber eine Top-Lösung für die Meyer-Nachfolge. Das Problem: Real Madrid besitzt eine Rückkaufoption in Höhe von nur vier Millionen Euro. Außerdem gelten auch die Bayern mit Ex-Coach Niko Kovac als interessiert.


Tendenz: Auch bei Omar Mascarell tendieren die Schalker Chancen gegen null. Wahrscheinlich muss der Spanier vorerst zu Real Madrid zurückkehren, die mit ihm ein gutes Geschäft wittern. Bei einem Weiterverkauf könnten die Königlichen ein dickes Plus machen. Oder spielt er am Ende gar eine Rolle im Lewandowski-Poker? 

6. Okay Yokuslu

Kommt der Meyer-Erbe vielleicht aus der Türkei. Bereits Mitte Mai gab es Spekulationen um die Schalker Avancen für Okay Yokuslu. Der 13-fache türkische Nationalspieler steht beim Tabellenfünften der abgelaufenen Süper-Lig-Saison Trabzonspor noch bis 2020 unter Vertrag, soll allerdings eine Ausstiegsklausel in Höhe von 7,5 Millionen Euro besitzen. Das türkische Blatt Gunebakis schrieb kurz nach Bundesliga-Ende, Schalke befinde sich mit AS Monaco, AS Rom und FC Sevilla im Rennen um den 24-Jährigen.


Tendenz: Möglich, dass Okay Yokuslu in die von Heidel beschriebene Kategorie der Spieler fällt, bei denen man den Markt beobachten möchte, um möglicherweise später im Sommer oder nach der WM zuschlagen zu können. Vom Profil würde der robuste Mittelfeld-Mann zu den Knappen passen. Aufgrund der internationalen Konkurrenz dürfte es allerdings nicht einfach werden, Yokuslu nach Gelsenkirchen zu locken.

5. Yves Bissouma

Yves Bissouma von OSC Lille ist das perfekte Beispiel für einen überhitzten Transfermarkt. Der 21-jährige Nationalspieler aus Mali hat gerade erst seine zweite Ligue-1-Saison hinter sich, bei der er mit 15 Startelf-Einsätzen zum erweiterten Stammpersonal des Tabellen-17. gehörte. Zwei Tore und eine Vorlage gelangen dem flexibel einsetzbaren Mittelfeldspieler dabei. Sky Sports UK berichtete zuletzt auch über das Interesse der Knappen. Darüber hinaus sollen auch Tottenham, AS Monaco und der FC Everton an Bissouma dran sein, für den Lille angesichts eines bis 2021 laufenden Vertrages mindestens 20 Millionen ausruft.


Tendenz: Keine Chance auch bei Bissouma. 20 Millionen dürften den Schalkern zu viel des Risikos sein, für einen zwar fraglos talentierten Spieler, der seine Klasse aber noch nicht kontinuierlich nachweisen konnte. Zudem fühlt sich der 21-Jährige auf der Acht wohler als im defensiven Mittelfeld. 

4. Jean-Philippe Gbamin

Jean-Philippe Gbamin wurde ebenfalls schon mit Schalke in Verbindung gebracht. Der 22-Jährige hat im Mainz-Trikot eine starke Saison hinter sich und damit Begehrlichkeiten geweckt. Der vierfache Nationalspieler der Elfenbeinküste steht bei den Rheinhessen noch bis 2022 unter Vertrag und würde deshalb einiges Kosten.


Tendenz: Gbamin fliegt in Deutschland noch etwas unter dem Radar, könnte aber zu einem Topspieler reifen. Schalke wäre der optimale nächste Karriereschritt. Zumal der 22-Jährige perfekt ins Tedesco-System passt und auch für die zentrale Position in der Dreierkette infrage käme. Der Transfer scheint dennoch außer Reichweite, Mainz wird nach Serdar nicht auch das zweite Mittelfeld-Juwel abwandern lassen. Eine mögliche Ablöseforderung übersteigt zudem das Budget.

3. Sebastian Rudy

Sebastian Rudy hat den Sprung in den deutschen WM-Kader geschafft. Bei den Bayern war der 28-Jährige in der abgelaufenen Saison Dauer-Reservist. Unter Niko Kovac will er allerdings einen neuen Versuch starten. Sein Vertrag beim Rekordmeister läuft noch bis 2020.


Tendenz: Rudy wäre eine geeignete Option und würde vom Spielertyp Meyer ein wenig ähneln. Auch der Ex-Hoffenheimer definiert sich mehr über das Spielerische. Doch der 28-Jährige hat einen Wechsel bereits ausgeschlossen. Eine Hintertür bliebe jedoch: Rudy bleibt bei Bayern auch unter Kovac Statist und Schalke wagt einen neuen Vorstoß im Winter. Dann wäre ein Leih-Modell eine denkbare Lösung.

2. Yohan Cabaye

Mit Weston McKennie, dem ebenfalls erst 23-jährigen Nabil Bentaleb und dem 21-jährigen Neuzugang Suat Serdar hat Schalk drei junge Spieler im zentralen Mittelfeld. Wieso nicht noch einen Routinier dazuholen. Ein Name wäre da Yohan Cabaye. Der 32-jährige Franzose hat 48-Länderspiele für die Equipe Tricolore absolviert und spielte zuletzt bei Crystal Place in der Premier League. 31-mal lief er für Englands Tabellenelften auf.


Tendenz: Der Name Cabaye ist reine Spekulation. Eine Verpflichtung wäre nach aktuellem Standpunkt aber gar nicht so abwegig. Der Franzose ist ablösefrei und hat mit Sicherheit noch die Qualität für die Bundesliga-Spitze. An seiner Seite könnten die Youngster reifen.

1. Alex Song

Oder wie wärs mit Alex Song? Der 30-jährige Kameruner kickte einst bei Arsenal und Barcelona. Bis zum Winter stand Song in Russland bei Rubin Kazan unter Vertrag. Seither ist er vereinslos, wäre also ablösefrei zu haben. 


Tendenz: Die Verpflichtung von Song wäre zwar ein großer Name. Ob er Schalke allerdings noch weiterhelfen könnte, scheint fraglich. Ebenso, dass Heidel und Tedesco eine solche Transfer-Strategie fahren. Der ehemalige Nationalspieler könnte schnell Unruhe nach Gelsenkirchen bringen.