In der Defensive des 1. FC Köln könnte sich noch einiges tun. Frederik Sörensen will den Effzeh verlassen, seine Ausstiegsklausel ist allerdings Ende Mai abgelaufen. Nun könnte die Zukunft des Dänen an der von Jorge Meré hängen. Der Spanier kann noch bis zum 20. Juni aus seinem Vertrag gekauft werden. Sollte Meré gehen, müsste Sörensen wohl bleiben.


Der ​1. FC Köln bastelt weiter am Kader für die kommende Zweitliga-Spielzeit. Mit Matthias Bader (KSC) und Leipzigs Benno Schmitz hat Sportchef Armin Veh die Wunschkandidaten für die Position des rechten Außenverteidigers verpflichtet. Auf der linken Seite könnte Jonas Hector agieren, falls der Nationalspieler von Neu-Trainer Markus Anfang nicht im Mittelfeld vorgesehen ist. Dahinter stünden Jannes Horn und Tim Handwerker bereit. 

Im Zentrum haben sich die Geißböcke mit Lasse Sobiech (St. Pauli) und Rafael Czichos verstärkt. Der Transfer des Kiel-Kapitäns ist zwar noch nicht offiziell bestätigt, die ​beiden Klubs sollen sich aber bereits geeinigt habenAbgeschlossen sind die Kölner Planungen deshalb aber längst noch nicht - das gilt auch für die Defensive und liegt vor allem an den abwanderungswilligen Spielern.


Holstein Kiel v Eintracht Braunschweig - Second Bundesliga

Folgt seinem Trainer an den Rhein: Kiel-Kapitän Rafael Czichos.


Dominique Heintz (SC Freiburg) und Dominic Maroh (Ziel unbekannt) sind schon weg. Sobiech und Czichos sind jeweils ein eins-zu-eins-Ersatz für die Innenverteidigung. ​Auf der linken Seite könnte Jannes Horn folgen, der seiner Unzufriedenheit in Köln zuletzt deutlich Ausdruck verlieh. Mit Handwerker und möglicherweise Hector wäre dort der Bedarf auch bei einem Horn-Abgang nicht all zu groß.


Was wird aus Sörensen und Meré?


Anders sieht es im Zentrum aus. Dort stehen aktuell neben den Youngstern Yann Aurel Bisseck und João Queirós auch noch Frederik Sörensen und Jorge Meré unter Vertrag. Damit hätte Anfang mit sechs Innenverteidigern ein Überangebot. Allerdings ist die Zukunft von Sörensen und Meré noch völlig offen. Sörensen hatte nach dem Abstieg klar gemacht, dass er den Verein gerne verlassen würde. Der 26-jährige Däne hat zwar noch einen Vertrag bis 2021, besitzt aber eine Ausstiegsklausel über acht Millionen Euro. Das Problem: Diese war nur bis zum 31. Mai gültig. Nach der schwachen Saison des Abwehrspielers war offenbar kein Verein dazu bereit, eine solche Summe zu bieten.

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Etwas anders gestaltet sich die Lage bei Meré. Der Spanier kam im vergangenen Sommer für sieben Millionen Euro und unterschrieb bis 2022. Der 21-Jährige besitzt ebenfalls eine Ausstiegsklausel, die bei zwölf Millionen Euro liegen soll. Anders als bei Sörensen kann diese aber noch bis zum 20. Juni gezogen geben.


Daraus ergibt sich in Köln eine noch unklare Situation: Man würde zwar gerne mit Meré den Wiederaufstieg angehen, bei zwölf Millionen Euro Ablöse würden die Effzeh-Verantwortlichen aber wohl auch nicht nein sagen. Von Merés Entscheidung und ob ein Verein bereits ist, die Klausel zu zahlen, hängt die Zukunft von Sörensen ab. Bleibt der Spanier, kann Sörensen gehen - womöglich auch für eine geringere Ablöse. Geht Meré allerdings, dürfte Köln gewillt sein, Sörensen zu halten.