An employee removes a poster bearing a portrait of the German national player Leroy Sane from the facade of the Football Museum of the German Football Federation (DFB) on June 4, 2018 in Dortmund, western Germany, after the national coach Joachim Loew announced the final squad of the German national soccer team for the upcoming World Cup 2018 in Russia. - In a surprise omission, coach Joachim Loew left Manchester City striker Leroy Sane out of his 23-player list despite a strong season with the Premier League champions. (Photo by Federico Gambarini / dpa / AFP) / Germany OUT        (Photo credit should read FEDERICO GAMBARINI/AFP/Getty Images)

Nach Sané-Schock: Diese Stars wurden von Löw kurz vor der WM gestrichen

Äußerst überraschend, teilweise auch schockierend, war die Entscheidung des Bundestrainers aufgenommen worden, der mit Leroy Sané einen amtierenden englischen Meister nicht für die kommende Weltmeisterschaft nominierte, obwohl dieser mit 10 Toren und 15 Torvorlagen im Dress von Manchester City auf sich aufmerksam machen konnte. Doch in den letzten zehn Jahren gab es bereits die eine oder andere strittige, kontroverse, überraschende oder schockierende Entscheidung des Bundestrainers...

7. Cacau (EM 2012)

Die Entscheidung gegen Cacau vor der EM 2016 sei für Joachim Löw extrem schwierig gewesen, da er ihn als Spieler und Mensch extrem schätze. Cacau zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung, bekannte sich allerdings zum Team und zur Nationalmannschaft, für die er danach allerdings nie wieder auflaufen sollte.

6. Julian Brandt (EM 2016)

Brandt war damals noch ein Shooting Star, laut Völler gehöre ihm die Zukunft im deutschen Fußball. Löw sah ihn damals noch nicht weit genug und entschied sich gegen den Leverkusener. Vielleicht auch ein Grund, warum Brandt bei der WM 2018 mit dabei sein darf.

5. Sven Bender (EM 2016)

Sven Bender zählte bei Borussia Dortmund zu den Leistungsträgern und konnte, wenn überhaupt, nur durch Verletzungen ausgebremst werden. Vor der EM 2012 zeigte er sich frustriert, denn er wurde aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen. Gleichzeitig konnte er sich aber für seinen Bruder Lars freuen, der für das Turnier gesetzt war.

4. Marc-André ter Stegen (EM 2012)

Früh zeichnete sich auch in Gladbach ab, welches Potenzial in Marc-André ter Stegen steckt. Es dauerte jedoch seine Zeit, bis der Schlussmann dieses Potenzial auch als Nationalspieler abrufen sollte. Vor der EM 2012 galt er als aussichtsreicher Kandidat für eine Nominierung, doch nach fünf Gegentoren gegen die Schweiz könnte sich die Wende abgezeichnet haben. Stattdessen fuhren Neuer, Wiese und Zieler zur EM.

3. Marcel Schmelzer (WM 2014)

Über einen langen Zeitraum zählte Marcel Schmelzer bei Borussia Dortmund zu den Stammspielern, war als Linksverteidiger gesetzt, gewann mit dem BVB Meisterschaft und Pokal, wurde Kapitän. Löw schien allerdings nie ein großer Fan des Magdeburgers zu sein, der lediglich 16 Länderspiele für den DFB absolvierte. Vor der WM 2014 ließ er Schmelzer schließlich zuhause und Deutschland sollte das Turnier ohne ihn gewinnen.

2. Michael Ballack (WM 2010)

Durch ein Foul von Kevin-Prince Boateng musste Michael Ballack schließlich aus dem vorläufigen Kader für die WM 2010 gestrichen werden. Eine nachvollziehbare, aber bittere Entscheidung für die Nationalmannschaft, die sich mit Führungsspielern wie Schweinsteiger und Lahm an der Spitze anschließend neu sortieren musste.

1. Marco Reus (EM 2016)

Folgerichtig war die Entscheidung des Bundestrainers vor der EM 2016, überraschend kam sie dennoch. Der Gesundheitszustand von Marco Reus stellte sich damals nämlich schlechter dar als zuvor angenommen wurde. Aufgrund von Problemen mit den Adduktoren verpasste der Dortmunder erneut ein großes Turnier. "Marco kann nur geradeaus laufen", hatte Löw seine Entscheidung damals begründet. 

Leroy Sane ist nicht der erste DFB-Star, der kurz vor einem großen Turnier aus dem Kader gestrichen wurde.