​Der Abgang von BVB-Verteidiger Sokratis zum FC Arsenal steht kurz bevor. Der Grieche befindet sich bereits in London, um den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren und soll in Kürze einen Dreijahres-Vertrag bei den Gunners unterschreiben. Es ist ein Wechsel, der für alle Beteiligten die beste Option zu sein scheint und sicherlich beiden Teams sowie dem Spieler weiterhelfen wird.


2013 wechselte Sokratis von Werder Bremen zum frischgebackenen Vize-Champions-League-Sieger. Ein Transfer, der vor allem den Kader in seiner Breite auffrischen sollte, waren doch die zu dieser Zeit mit zu den stärksten Innenverteidigern Europas gehörenden Mats Hummels und Neven Subotic gesetzt. Doch der Grieche erkämpfte sich schnell einen Platz neben Hummels, da Kollege Subotic von zahlreichen Verletzungen und Formkrisen heimgesucht wurde.


Auch die Gunst der Fans gewann der Neuzugang relativ schnell. Seine körperliche Robustheit, Zweikampfstärke und spektakulären Grätschen gepaart mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck kamen gut an im Signal Iduna Park.


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Nach dem Abgang von Mats Hummel im Sommer 2016 wurde Sokratis zum unumstrittenen Abwehrchef deklariert. Gemeinsam mit Matthias Ginter sollte er das künftige Abwehrzentrum stellen. Doch Ginter fand nie eine wirkliche Rolle im Team des BVB und auch Sokratis baute immer weiter ab.

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Sokratis in seiner ersten Saison beim BVB



Im letzten Sommer wurde Ömer Toprak verpflichtet, im Winter gesellte sich mit Manuel Akanji ein weiterer Innenverteidiger dazu. Die Luft für Sokratis, der eine bescheidene Saison spielte, wurde immer dünner. In der Rückrunde entwickelte sich Kollege Toprak zum neuen Abwehrchef und auch Neuzugang Akanji lief dem griechischen Nationalspieler den Rang ab, der sich immer öfter auf der Ersatzbank wiederfand.

Borussia Dortmund v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Letztes Heimspiel des Griechen gegen Mainz 05



Der Vertrag des Abwehr-Raubeins lief nur noch bis 2019. Der Grieche wollte zwar einen neuen Kontrakt beim BVB, allerdings unter besseren Bezügen. Da die Forderungen aber nicht mit der zuletzt gezeigten Leistung konform gingen, einigte man sich beim Revierklub schnell darauf, Sokratis im Sommer ziehen zu lassen.


Mit dem FC Arsenal stand schnell ein konkreter Interessent parat. Nach dem Karriereende von Per Mertesacker, dem abbauenden Shkodran Mustafi und dem immer häufiger verletzten Laurent Koscielny besteht bei den Londonern in der Innenverteidigung dringender Handlungsbedarf. Da kommt ein Nationalspieler mit massiver internationaler Erfahrung doch gerade recht. Zumal Sokratis Landsmann Konstantino Mavropanos, der sich auf dem aufsteigenden Ast befindet, unter seine Fittiche nehmen könnte. 

Alles in allem macht der Transfer für alle drei Beteiligten mehr als Sinn. Borussia Dortmund erhält für einen stark abbauenden ehemaligen Leistungsträger noch einen Haufen Geld (19 Millionen Euro sind im Gespräch), das man direkt in den Nachfolger stecken könnte (im Gespräch: Abdou Diallo). Sokratis erhält die Chance, sich bei einem weiteren europäischen Schwergewicht zu beweisen und verdoppelt dabei mal eben sein jährliches Salär. Und der FC Arsenal erhält einen international erfahrenen Neuzugang, dessen kämpferische Attribute wie gemacht für die Premier League zu sein scheinen. Eine klassische Win-Win-Win-Situation.