​Bundestrainer Joachim Löw gab am Montag sein ​finales Aufgebot für die ​Weltmeisterschaft in Russland bekannt. Für Bernd Leno, Jonathan Tah, Nils Petersen und Leroy Sané war kein Platz im 23-Mann-Kader. Sebastian Rudy hingegen, der von vielen als potenzieller Streichkandidat gesehen wurde, darf sich über ein WM-Ticket freuen.


Nach dem verlorenen DFB-Pokal-Finale gegen ​Eintracht Frankfurt erhielten die Spieler des ​FC Bayern München von Löw zwei Tage Sonderurlaub. Manuel Neuer und Rudy hingegen fanden sich pünktlich zum Start des Trainingslagers (23. Mai) in Eppan ein. "Es war sehr intensiv. Ich denke, dass wir schon einiges hier erreicht haben", erklärte der defensive Mittelfeldspieler im ​DFB.de-Interview. "Ich habe jedenfalls die letzten zwölf Tage alles reingeworfen, um mein großes Ziel erst mal zu erreichen, nämlich bei der WM dabei zu sein." 

Nachdem es bei der EM 2016 nicht für eine Nominierung gereicht hatte, durfte sich der 28-Jährige am Montag über ein WM-Ticket freuen. "Als Fußballer ist es etwas Besonderes, bei einer WM dabei zu sein. Ich freue mich unheimlich, es war ein großes Ziel von mir", betonte der Ex-Hoffenheimer, der bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Österreich in der Halbzeitpause für Sami Khedira eingewechselt wurde. 


"Wir haben uns zu sehr unter Druck setzen lassen, dann leichte Fehler gemacht und nicht mehr ruhig hintenraus gespielt", monierte Rudy. "Wenn man solche Kleinigkeiten nicht mehr gut macht, dann läuft das Spiel so, wie es in Klagenfurt für uns gelaufen ist."

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Sebastian Rudy (l.) und Julian Brandt (r.) attackieren Antonio Rüdiger (m.)



Das Testspiel habe gezeigt, dass man in den nächsten Tagen noch an einigen Punkten arbeiten muss, "damit wir zum ersten Gruppenspiel am 17. Juni zu 100 Prozent bereit sind". In Moskau wartet auf die DFB-Elf zum Auftakt die mexikanische Auswahl. Der Konkurrenzkampf bei der deutschen Nationalmannschaft sei vergleichbar mit den Bedingungen beim FC Bayern. 


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"Das nimmt sich nichts, das ist alles auf einem Topniveau", erklärte Rudy, der sich nach eigener Aussage im defensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt. "Es ist dennoch immer gut als Spieler, wenn man vielseitig einsetzbar ist", sagte der 25-fache Nationalspieler, der auch als Rechtsverteidiger auflaufen kann.